Der Holzer Dorfbrunnen ist schon lange trocken

Ärgernis in Heusweiler : Der Holzer Dorfbrunnen ist schon lange trocken

Im Sommer kann sich hier niemand erfrischen, denn er ist undicht. Was ist besser: Sanierung oder Neubau?

Ein Dorfbrunnen ohne Wasser ist kein Schmuckstück für einen Ort. Das beklagen seit langem Bürgerinnen und Bürger im Heusweiler Ortsteil Holz. Der Dorfbrunnen zwischen Marktplatz und katholischer Kirche ist ein Hingucker. In der Mitte des Brunnens ruhen mehrere mächtige Blöcke aus dem Holzer Konglomerat, einer Gesteinsschicht, die zum saarländisch-lothringischen Karbon gehört, das sich vor etwa 310 bis 300 Millionen Jahren gebildet hat. Aus einem Springbrunnen werden diese Gesteinsblöcke mit Wasser überflutet. An schönen Tagen nutzen viele Bürger diese idyllische Anlage, die von einer Pergola, Blumenkübeln und Bänken eingegrenzt ist. Doch jetzt sprudelt das Wasser nicht mehr. Hinzu kommt: Nach starken Regenfällen staut sich das Wasser im Brunnen und riecht übel. Zudem wird der Brunnen häufig mit Glasscherben verunreinigt, bemängelte Sascha Mund (SPD) in der jüngsten Ortsratssitzung. „Die Brunnenanlage ist seit anderthalb Jahren außer Betrieb, können wir damit rechnen, dass sich das mal wieder ändert?“,  wollte Mund wissen.

Hauptamtsleiter Markus Ringe wies auf den hohen Wasserverbrauch der Anlage hin. Als der Brunnen das bisher letzte Mal in Betrieb war, habe er in nur zwei Monaten rund 2000 Kubikmeter Frischwasser verbraucht – wegen einer undichten Stelle im Steinbelag, der erneuert werden müsse, ebenso wie Armaturen und Pumpentechnik.

Markus Ringe vermutet, dass die Sanierung teurer sei, als ein Neubau. Zudem gebe es für eine Sanierung kein Fördergeld, für einen Neubau aber schon. Deshalb müssen die politischen Gremien entscheiden, wie es mit dem Holzer Dorfbrunnen weitergehen soll. Das heißt wohl: In diesem Sommer wird  kein Wasser mehr im Holzer Dorfbrunnen sprudeln.