Deana Zinßmeister stellt Roman vor

Deana Zinßmeister stellt Roman vor

Heusweiler. Die Heusweiler Schriftstellerin Deana Zinßmeister ist innerhalb nur weniger Jahre das geworden, was man eine richtig große Nummer nennt. Sie schreibt dicke Historienromane, die mit fast schon vorhersehbarer Präzision den Geschmack eines breiten Publikums treffen und den Verlag wegen der hohen Auflagen entzücken

Heusweiler. Die Heusweiler Schriftstellerin Deana Zinßmeister ist innerhalb nur weniger Jahre das geworden, was man eine richtig große Nummer nennt. Sie schreibt dicke Historienromane, die mit fast schon vorhersehbarer Präzision den Geschmack eines breiten Publikums treffen und den Verlag wegen der hohen Auflagen entzücken. Im Literaturbetrieb genießt sie Wertschätzung, weil sie eine fleißige und akkurate Schafferin ist. Diese Erfolgsorientiertheit bei gleichzeitiger Wahrung der Bodenhaftung und Umgänglichkeit steht wohl im Widerspruch zur verbreiteten Annahme, Autoren lebten abgeschottet in den Tag, und die Früchte ihrer Arbeit hingen von zufälligen schöpferischen Hochphasen ab. Deana Zinßmeister dagegen weiß heute schon, dass am soundsovielten Mai ihrer nächstes Buch fertig sein muss. Und fertig sein wird. Weil es im November auf den Markt kommt.Am vergangenen Freitagabend war aber erst einmal die Ankunft des Romans Nummer vier zu feiern, und zwar mit 100 Menschen im Heusweiler Kino der Familie Schönhofen. Unter den Gästen war sogar das Schriftsteller-Ehepaar Iny Lorentz ("Die Wanderhure"), das bereits sechs Millionen Bücher verkaufte. Hier hatte Deana Zinßmeister schon ihr Debütwerk präsentiert und in der Folge an dieser gemütlichen, prächtig geheizten Örtlichkeit festgehalten. Moderatorin Sylke Gandzior, aus Berlin angereist ("direkt von den Filmfestspielen"), lobte das Kino, so ein Lichtspielhaus gebe es in der Bundeshauptstadt nicht mehr. Und dass das neue Zinßmeister-Buch ("Die Gabe der Jungfrau") "in den Händen fest wächst". Liebenswürdiger konnte es nicht gesagt werden. So wie die Bücher der Zinßmeister, so war auch der einstündige Kern der Veranstaltung bis ins Detail überlegt in Szene gesetzt. Die Autorin las drei ziemlich typische Passagen, Martin Emrich und Barbara Kalicki (begleitet vom Pianisten Christian Fries und Hund Eddie) sangen das Schubert-Lied "Schwesterlein" (passt zum Roman) sowie "From A Distance" (Julie Gold) und "My way/So leb dein Leben" von Sinatra/Juhnke.An den Danksagungen konnte das Publikum schön erkennen, wie viel Akribie in einem Roman steckt, bei dem auch die Kleinigkeiten stimmig sein sollen - vom Wolfsgeheul über Waldbau und Wundversorgung bis hin zu kirchenrechtlichen Regelungen. Für all diese Wissensgebiete hatte sich Deana Zinßmeister Experten angelacht, um nur ja nichts falsch zu machen. Auch die Kinder der Schriftstellerin machten sich verdient. Die Tochter zeichnete die Landstuhler Burg Nanstein, der Sohn beriet bei der Dosierung des alles in allem nicht zu knapp fließenden Blutes. Ach ja, das nächste Werk heißt "Der Hexenturm", spielt in Püttlingen und kommt im November raus beziehungsweise in dieses Kino. "Das neue Buch von Deana Zinßmeister wächst einem regelrecht in den Händen fest."Moderatorin Sylke Gandzior

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