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„Das war nicht als Drohung gemeint“

„Das war nicht als Drohung gemeint“

Nachdem in Holz ein drastisches Schreiben gegen Verschmutzungen durch Hundekot aufgetaucht war, meldete sich nun der Verfasser: Das Schreiben sei keine Drohung gewesen, jedoch Ausdruck der Sorge und durchaus auch der Verärgerung über zunehmende Probleme mit Hundekot im Ort.

"Wenn Sie Ihre Kacke nie beseitigen, produzieren Sie automatisch Hundehasser und die Gefahr von gefährlichen Ködern!!" - ein Blatt mit dieser Aufschrift war in Holz aufgetaucht. Wir rätselten in der gestrigen Ausgabe, ob es sich um eine anonyme Drohung oder gar um tatsächlich geplante Attacken gegen Hunde handele.

Doch offenbar ist der Hintergrund ein anderer, denn gestern meldete sich in unserer Redaktion der Mann, der das Blatt aufgehängt hatte, und zwar nicht anonym, sondern ausschließlich auf dem eigenen Grundstück, wie er versichert. Allerdings sei der Anschlag zwei Tage später offenbar abgerissen worden, denn er war verschwunden. Er räumt ein, dass das Schreiben wohl zu hart und auch missverständlich formuliert gewesen sei, wohl aus einer Kurzschlusshandlung heraus, weil gerade "schon wieder" eine Hunde-Hinterlassenschaft vor dem Haus lag; daher sei der Zettel auch so angebracht gewesen, "dass man den großen frischen Kothaufen davor auf dem Gehweg auch sehen musste".

Als Drohung gegen Hunde sei der Satz jedoch mit Sicherheit nicht gemeint gewesen, sondern wirklich nur als Hinweis, dass man sich nicht wundern müsse, wenn zunehmende Verschmutzung durch Hundekot auch zu Hass gegen Hunde führe - was er schon wegen seines eigenen Hundes nicht wolle.

Er selbst habe mal - allerdings schon vor Jahren - über den Ortsvorsteher das Anschaffen einer "Hundetoilette" angeregt (also eines Automaten, dem man Plastiktütchen entnehmen kann) und auch die Finanzierung angeboten, letztlich sei aber nichts aus der Sache geworden.

Doch Hundekot sei ein zunehmendes Ärgernis im Ort: "Gehen Sie mal zu unserem schönen neuen Spielplatz. Auf dem Weg oder am Spielplatz selbst finden Sie ständig Hundehaufen", und erst vorige Woche habe mitten im Eingangsbereich des Altenheims in der Alleestraße Hundekot gelegen. Wer einen Hund hält, der sollte eben auch bereit sein, die unschönen Hinterlassenschaften zu beseitigen.

Bei ihm selbst habe nach dem jüngsten Bericht ein Hundehaufen auf der Vorgartenmauer gelegen, weitere daneben, so als ob sie absichtlich dort hingelegt worden seien (Fotos liegen der Redaktion vor) - daneben eine leere Klarsichthülle wie die, in der das von ihm beschriftete Blatt gesteckt hatte.