| 20:09 Uhr

AKK als Stargast
Das Ende der „bleiernen Zeit“

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer (rechts) hielt die Hauptrede beim Frühjahrsempfang der CDU Heusweiler.
CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer (rechts) hielt die Hauptrede beim Frühjahrsempfang der CDU Heusweiler. FOTO: Iris Maria Maurer
Heusweiler. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht beim Frühjahrsempfang in Heusweiler.

Annegret Kramp-Karrenbauer ist eine hervorragende Rednerin. Sie braucht kein Blatt zum Ablesen, nicht mal ein handschriftliches Konzept. Das bewies „AKK“ beim Frühjahrsempfang des CDU-Ortsverbandes Heusweiler, wo sie die rund 90 Zuhörer im Rathaussaal in freier Rede über ihre Aufgaben als frisch gewählte CDU-Generalsekretärin und über die Politik der CDU informierte.


„Es herrscht eine große Sehnsucht, dass endlich andere Zeiten anbrechen. Was wir in den letzten Monaten erlebt haben, war eine der schwierigsten Phasen, die es in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gab“, sagte Kramp-Karrenbauer. Sie habe diese Phase als „bleierne Zeit“ empfunden und sei froh, dass jetzt die Grundlagen für die nächsten vier Jahre gelegt wurden. Dass dabei in Berlin Saarländer mitwirken, sei ein gutes Zeichen für unser Bundesland. Zwei wichtige Ministerien seien jetzt fest in saarländischer Hand. „Wenn dann noch die Generalsekretärin und der oberste Militär aus dem Saarland kommen und der ehemalige saarländische Ministerpräsident im Bundesverfassungsgericht mitarbeitet, dann ist es nicht verwunderlich, dass alle fragen, ob etwas Besonderes im Trinkwasser des Saarlandes ist“, meinte sie schmunzelnd. Und sie betonte: „Wir schauen alle, dass aus diesen Positionen heraus etwas Gutes für das Saarland entstehen kann.“

Für sie seien die Bildungspolitik, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Haushaltskonsolidierung wichtige Themen. „Der Weg der permanenten Verschuldung muss gekappt werden, sonst ist man irgendwann nicht mehr Herr im eigenen Haus.“ Wichtig sei es auch, in Europa voranzugehen und die Digitalisierung voranzutreiben. Der Ausbau der Glasfasertechnik sei ebenso wichtig wie in früheren Zeiten der Ausbau der Straßen und des Schienennetzes. Als positives Beispiel auf kommunaler Ebene ging Kramp-Karrenbauer dabei auf die kürzlich in Betrieb genommene digitale Rezeptsammelstelle in Kutzhof ein. Sie lobte auch die interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) zwischen Püttlingen, Heusweiler und Riegelsberg: „Dort wo wir zusammenarbeiten, sind wir stark. Das dient den Menschen in der Region.“ Lob gab es auch für Heusweiler: „Wenn man Heusweiler objektiv von außen betrachtet, muss man neidlos anerkennen, dass sich hier sehr viel getan hat.“



Bürgermeister Thomas Redelberger ging detaillierter auf diese Entwicklung ein. Obwohl man eine Sanierungskommune sei und aktuell elf Millionen Euro Regionalverbandsumlage zahlen müsse, stelle sich die Haushaltslage so gut dar, dass Heusweiler bereits an einem ausgeglichenen Ergebnishaushalt arbeite. „Was andere Kommunen erst ab dem Jahre 2024 tun“, sagte Redelberger. Die derzeit im Bau befindlichen Großprojekte (Hauptfeuerwache in Hirtel, Kutzhofer Barbaraensemble und Holzer Feuerwehrgerätehaus), der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen sowie die Ausweisung neuer Gewerbe- und Wohngebiete hätten dazu beigetragen, dass Heusweiler jetzt als familienfreundliche Kommune ausgezeichnet worden sei. Auch der Ortsverbandsvorsitzende Christian Lang sagte stolz: „Heusweiler ist eine attraktive Gemeinde.“ Die CDU wolle dafür sorgen, dass die notwendigen Rahmenbedingungen für junge Familien ausgebaut werden. Musikalisch umrahmt wurde der Frühjahrsempfang von der Mezzosopranistin Tanja Stegentritt und dem Pianisten Peter Hecker.

(dg)