Damit zusammenwächst, was bald zusammen gehört

Damit zusammenwächst, was bald zusammen gehört

In gewisser Weise „löschten“ die Feuerwehrbezirke Heusweiler, Eiweiler und Hirtel ihre künftige Heimat: Übungsobjekt war das Haus in Hirtel, das abgerissen wird, um für eine neue Feuerwache der dann zusammengelegten Bezirke Platz zu machen.

Zwei Feuerwehrmänner tragen einen verletzten Jungen aus dem brennenden Haus. - Nur dass der Junge nicht verletzt ist und das Haus nicht brennt: Die Löschbezirke Heusweiler, Eiweiler und Hirtel hatten am Haus Feld in der Trierer Straße, direkt an der Zufahrt zum Ortsteil Hirtel , den Ernstfall geprobt. Und die Übung vorigen Mittwoch verlief reibungslos, so der Heusweiler Wehrführer Christian Ziegler.

In dem Übungsszenario, für das eine große Menge Wasser gebraucht wurde, ging es auch um den Test, wie die Wasserversorgung im Ernstfall funktionieren würde. Ergebnis: Die Versorgung mit Löschwasser sei in diesem Bereich problemlos möglich.

Auch Bürgermeister Thomas Redelberger und Regionalverbands-Brandinspektor Toni Bender lobten den zügigen Ablauf der Übung: Um den Brand zu bekämpfen, mussten die Feuerwehrleute einen Löschangriff von zwei Seiten und auch über den Drehleiterkorb einleiten. Zudem wurden drei Menschen aus dem Inneren des Hauses gerettet. Außerdem wurde die benachbarte ehemalige Stall- und Maschinenhallen mit zwei Wasserwerfern gegen ein Übergreifen der Flammen abgesichert.

Die Übung war zudem im doppelten Sinne zukunftsweisend: Die drei beteiligten Löschbezirke werden zusammengelegt, somit konnten die Wehrleute auch den gemeinsamen Einsatz als Einheit üben. Und sie lernten zumindest die Örtlichkeit ihrer künftigen Heimat kennen: Das Haus, das als Übungsobjekt herhalten musste, wird abgerissen, um Platz für den Neubau einer zentralen Feuerwache zu schaffen (wir berichteten). Wehrführer Ziegler: "Nach der Fertigstellung des Neubaus werden die drei Löschbezirke zusammengeführt. Mit der Übung sollten sie noch einmal ihre Schlagkraft beweisen." Das frühere landwirtschaftliche Gebäude habe sich geradezu als Übungsobjekt angeboten, "weil es im Besitz der Gemeinde ist, leer steht und wesentlich größer ist als ein Einfamilienhaus".

Doch wann genau wird denn nun das Haus abgerissen und mit dem Neubau begonnen? Bürgermeister Redelberger konnte noch kein konkretes Datum benennen, er sagte: "Nachdem die Planung fast fertig ist, steht die Gemeinde Gewehr bei Fuß. Wir warten noch auf Entscheidungen vom Regionalverband und vom Land."