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Super besuchter Herbstmarkt
Beim Herbstmarkt war die Bude voll

Der Herbstmarkt in Heusweiler ist eine sehr familienfreundliche Veranstaltung. Wenn dann auch noch das Wetter mitspielt, wie letztes Wochende, dann strömen Tausende in die Gemeinde. Das Foto entstand am Sonntag in der Saarbrücker Straße.
Der Herbstmarkt in Heusweiler ist eine sehr familienfreundliche Veranstaltung. Wenn dann auch noch das Wetter mitspielt, wie letztes Wochende, dann strömen Tausende in die Gemeinde. Das Foto entstand am Sonntag in der Saarbrücker Straße. FOTO: Andreas Engel /
Heusweiler. Tausende tummelten sich bei fantastischem Bummel-Wetter am Wochenende in Heusweiler und genossen das große Angebot. Von Andreas Engel

Ein Fest für die ganze Familie, wird die Veranstaltung gerne genannt, und das stimmt. Das bewiesen am letzten Samstag und Sonntag wieder tausende Besucher aus nah und fern auf dem Herbstmarkt in Heusweiler. Außerordentlich viele Familien mit Kindern flanierten bei herrlichem Spätsommerwetter durch das weiträumig abgesperrte Zentrum. Autofrei war Heusweiler, „wenn das nur immer so wäre“, meinte Kirsten Wagner, „dann wäre der Ort viel lebendiger.“


Aber ganz autofrei war das Ortszentrum dann doch nicht, denn Händler nutzten am Ende der Saarbrücker Straße die Chance, ihre hochwertigen Karossen zu präsentieren. Das bunte Treiben fand jedoch hauptsächlich im Bereich vor dem Rathaus und zudem mit Kirmes auf dem Marktplatz statt. Genau genommen lässt sich der traditionsreiche Herbstmarkt in fünf große Themenbereiche unterteilen: Die beliebte Kirmes auf dem Marktplatz, den Jahrmarkt mit den vielen notwendigen Dingen des Alltags, die Autoschau (ganz wichtig, denn das Saarland ist ein „Autoland“), der musikalische Rahmen mit City Rock Projekt, Dixi Jazz Crew, Saarländer Spitzbuben und der Launchbox. Und schließlich das im Amtsdeutsch so schön „Kinderbelustigung“ benannte Treiben mit Hüpfburg und Trampolinspringen.

Die Themenbereiche wurden lebendig durch die Beteiligung vieler Unternehmen, die für ihre Produkte warben. Auch die Bundeswehr war wieder vor Ort. Die Soldaten sorgten während des „Tags der Reservisten“ am Sonntag für Feldgottesdienst und Erbsensuppe. Auch viele Heusweiler Wirte und Vereine nutzten die Chance, mit ihren phantasievoll dekorierten Ständen zum Gelingen des Herbstmarktes beizutragen. Allerdings: Die beste Pizza machte das Technische Hilfswerk (THW). Jedes Jahr rücken die Helfer in Kompaniestärke an, um die leckere Pizza zu backen. Ansonsten: Röstwürste und Schwenker und Rostwürste. Dazwischen gab’s auch ein Angebot von sonnendurchfluteten Cocktails, aber die meisten entschieden sich dann doch für’s Bierchen.



Anja Drexler und Pia Prosper vom „Hexenkessel“ in Heusweiler gehörten zu den vielen engagierten Gastronomen. An ihrem Stand herrschte durchweg gute Laune. Auch die Parteien waren vertreten, wenngleich sehr dezent, denn Parteienwerbung war beim Herbstmarkt unerwünscht. Trotzdem fand sie statt, denn immerhin stehen in Heusweiler im kommenden Jahr Kommunal- und Bürgermeisterwahlen an.

Besonders viel Mühe hat sich mal wieder die Gemeindeverwaltung bei der Vorbereitung gegeben. Nichts wurde dem Zufall überlassen. Leider inzwischen schon ein gewohntes Bild bei großen Festen: Lastwagen oder Betonsperren waren vorsorglich so platziert worden, dass niemand mit einem Lkw aufs Festgelände rasen konnte. Und da die Saarbrücker Straße und somit die Ortsdurchfahrt wegen des Festes für den Verkehr gesperrt war, waren weiträumige Umleitungen eingerichtet worden. – Schon eineinhalb Wochen vor dem Herbstmarkt veröffentlichte die Verwaltung in der Heusweiler Wochenpost auf drei ganzen Seiten die Pläne der Verkehrsregelung, ausgearbeitet mit akribischer Detailfreude und Genauigkeit. Nicht vorausplanen kann man natürlich das wenig intelligente Verhalten Betrunkener, die auch mal „die Fäuste fliegen“ ließen (wir berichtigen) – glücklicherweise waren es nur sehr wenige im Verhältnis zu den Tausenden, die den Herbstmarkt friedlich genossen.

Auch die Kirmesschausteller rund um die Kulturhalle konnten sich nicht über mangelnden Zuspruch beklagen.
Auch die Kirmesschausteller rund um die Kulturhalle konnten sich nicht über mangelnden Zuspruch beklagen. FOTO: Andreas Engel /
Das Festgelände am anderen Ende der Saarbrücker Straße, in Richtung Eiweiler, war, mit der gut besuchten Autoschau, des Deutschen liebsten Kind gewidmet.
Das Festgelände am anderen Ende der Saarbrücker Straße, in Richtung Eiweiler, war, mit der gut besuchten Autoschau, des Deutschen liebsten Kind gewidmet. FOTO: Andreas Engel /
Gute Laune garantierten auch Anja Drexler und Pia Prosper vom „Hexenkessel“ an ihrem Stand.
Gute Laune garantierten auch Anja Drexler und Pia Prosper vom „Hexenkessel“ an ihrem Stand. FOTO: Andreas Engel /