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Corona und jetzt noch Heuschrecken - Kutzhof hilft Schule in Uganda

Hilfe zur Selbsthilfe für Schule in Uganda : Corona und jetzt auch noch Heuschrecken

Der Missionsförderverein St. Jakobus Kutzhof unterstützt eine Schule in Uganda, die mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen hat.

Im Heusweiler Ortsteil Kutzhof freuen sich Helfer über Hilfe: Der Missionsförderverein St. Jakobus Kutzhof engagiert sich unter anderem im ostafrikanischen Uganda, unterstützt dort eine Schule in Kibibi – die „Hidden Treasure Nursery & Primary School“. In der privaten Schule werden knapp 25 Prozent der Kinder kostenlos betreut. Die Familien der anderen Kinder finanzieren über das Schulgeld auch Bildung und Versorgung der Ärmeren.

Was aber fehlt, ist Geld für Ausstattung und die geplanten Erweiterungen, um mehr Kinder aufnehmen zu können. Den Ausbau der Schule hat ich der Missionsförderverein zum Ziel gesetzt. Er wurde dafür jetzt – nach einem entsprechenden Antrag – vom Kultus- und Bildungsministerium  mit 10 200 Euro unterstützt.

„In der Schule  werden zur Zeit etwa 600 Schüler unterrichtet. Ein Kapazitätsausbau auf etwa 1000 Schüler ist vorgesehen“, schildert der Vereinsvorsitzende Martin Zewe. Für den Ausbau hat der Verein bisher 15 000 Euro aufgebracht.  „Mit den Geldern wurde der Erweiterungsbau vorangetrieben und dabei die vollständige Dachkonstruktion fertiggestellt“, so Zewe. Die jetzt vom Ministerium zugesagten Mittel  sollen in den Innenausbau des Gebäudes fließen, dann können auch weitere Kinder aufgenommen werden.

Derzeit ist die Schule wegen der Gefahr durch Corona geschlossen. Zewe erklärt: „Wie wir aktuell aus dem afrikanischen Land hören, kämpft man auch dort gegen die Corona-Pandemie.“ Offiziell gebe es zwar weniger als 1000 Infizierte in Uganda, doch das müsse man stark anzweifeln: „Die Staatsregierung hat jedenfalls bereits vor Wochen einen Stillstand des öffentlichen Lebens ausgerufen und in diesem Zusammenhang alle Schulen geschlossen.“

Und als ob Corona nicht genug wäre, gibt es jetzt in Kibibi ein weiteres Problem. „In der unterrichtsfreien Zeit haben sich die beschäftigungslosen Lehrer dem Maisanbau auf dem schuleigenen Grundstück gewidmet. Doch die sich über Kenia nach Uganda ausbreitende Heuschreckenplage bedroht die Pflanzenkultur. Die Bevölkerung in Ostafrika wird wohl in diesem Jahr von einer neuen Hungersnot heimgesucht. So gesehen kämpfen die Menschen an zwei Fronten ums Überleben. Wieder einmal trifft es die Ärmsten der Armen“, sagt Zewe.

Seit etwa 20 Jahren versuche der Missionsförderverein, den Kampf gegen Armut und Hunger mit gezielten Projekten zu unterstützen. „Dabei“, so Zewe, „werden alle unsere Einnahmen ohne Verwaltungskosten in unsere Projekte weitergeleitet. Unsere Hilfe zur Selbsthilfe kommt zu 100 Prozent vor Ort an, also dort, wo Mittel dringendst benötigt werden“. Zum Ausbau der Schulräume sind 25 000 Euro veranschlagt. Einschließlich der Unterstützung durch das Land seien davon 20 000 Euro gesichert. Für die verbleibenden 5000 Euro bittet der gemeinnützige Verein die Bevölkerung um Spenden, auch neue Mitglieder seien gerne willkommen. Der Jahresbeitrag beträgt 18,40 Euro.

Weitere Infos beim Vorsitzenden Martin Zewe: Telefon (01 75) 1 53 61 95.

Kibibi_in_Uganda Foto: SZ/Steffen, Michael

www.missionsfoerderverein-kutzhof.de