Buntes Treiben trotz Wetterkapriolen

Heusweiler. Da hatte das Wetter den Besuchern und Veranstaltern des Heusweiler Herbstmarktes vergangenes Wochenende ein böses Schnippchen geschlagen. Dauerregen und herbstliche Temperaturen sorgten am frühen Samstagnachmittag für Unmut bei den Händlern. Stände wurden gar nicht erst fertig aufgebaut und eingerichtet

Heusweiler. Da hatte das Wetter den Besuchern und Veranstaltern des Heusweiler Herbstmarktes vergangenes Wochenende ein böses Schnippchen geschlagen. Dauerregen und herbstliche Temperaturen sorgten am frühen Samstagnachmittag für Unmut bei den Händlern. Stände wurden gar nicht erst fertig aufgebaut und eingerichtet. Wer Glück hatte, konnte einen Standplatz unter der Brücke ergattern, um sich und seine Waren wenigstens vor dem Nass zu schützen. Von allen Seiten drang es "Wenn das so weiter regnet, bauen wir gleich wieder ganz ab."Doch - Petrus sei Dank - am Sonntag wehte zwar ein kühler Wind, aber die Sonne strahlte zu einem wunderbaren Herbsttag, der geradezu zum Bummeln und Einkaufen einlud. Bunte Karusselle, süßer Duft nach gebrannten Mandeln und allerlei feilgebotene Waren lockten Jung und Alt wie gewohnt in Scharen nach Heusweiler.Wer seinen nostalgischen Gefühlen nachgehen wollte, konnte über den ausladenden Trödelmarkt am Bahnhof schlendern und das ein oder andere Schnäppchen ergattern. Die Kinder zog es auf den Marktplatz, wo Box- und Fliegerbahnen mit lauter Musik und grellen Lichtern geradezu nach ihnen riefen. Tobias (8) und Jonas (10) Heßling begeistert: "Bis jetzt sind wir nur gebummelt, aber gleich wollen wir Autoscooter und Berg-und-Tal-Bahn fahren." Ihre Mutter fügt hinzu: "Und zum Schluss gibt's dann noch eine leckere Kirmessahne, ohne die kann man ja nicht von einem Jahrmarkt nach Hause gehen.". Auch die Händler gaben sich, gemeinsam mit den örtlichen Geschäftsleuten, die am Sonntag ihre Läden geöffnet hatten, zufrieden. Nachmittags sagt Denise Deutsch vom Süßigkeitenstand, die mit ihrem Mann schon von Anfang an in Heusweiler dabei war: "Gestern war gar nichts, um vier Uhr haben wir alles abgebaut und sind nach Hause gefahren. Aber heute lief es viel besser an, das Wetter lässt ja auch hoffen."Aber dennoch ist Denise Deutsch der Meinung, dass in den letzten Jahren ein genereller Rückgang von Angebot und Nachfrage festzustellen sei: "Der Marktkäufer an sich stirbt mit der älteren Generation aus. Die jungen Leute haben kaum noch Zeit und nutzen deshalb das Internet, wo ihnen alles angeboten wird.".Doch bei dem Angebot an Unterhaltung, das auf dem Herbstmarkt geboten wurde, war es dem Wetter auch nicht wirklich möglich, einen kompletten Strich durch die Rechnung des Rummels zu machen. Ein buntes Programm rund um den Globus, auf verschiedenen Bühnen präsentiert, konnte auch dazubeitragen, das letzte Wochenende doch noch zu einem herbstlichen Highlight zu machen. Von schottischen Dudelsackbläsern über eine Sambatanz-Gruppe mit brasilianischen Rhythmen bis hin zu einer beeindruckenden Informationsveranstaltung der Bundeswehr hatte der Jahrmarkt für jedes Auge, für jedes Ohr und für jedes Interesse etwas zu bieten - wer wollte sich bei diesem Angebot noch vom Wetter beeindrucken lassen? < Bericht vom verkaufsoffenen Sonntag folgt "Der Marktkäufer an sich stirbt mit der älteren Generation aus." Händlerin Denise Deutsch

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