Stipendiatenkonzert: Bunt, professionell, originell

Stipendiatenkonzert : Bunt, professionell, originell

Stipendiaten sorgten in Obersalbach für einen gelungenen Abschluss der Konzertreihe der Aktion Kultur Heusweiler.

Die jungen Musiker kommen beim Publikum gut an, aber auch die ganze Konzert­reihe hat inzwischen viele Freunde gefunden: „Ich freue mich immer wieder auf die Konzerte der ‚Aktion Kultur Heusweiler’. Den Heusweiler Kultur- und Musikfreunden wird stets hochklassige Musik geboten“, sagte etwa Gabriele André-Schmidt. Sie war eine von etwa 170 Besuchern des jüngsten Stipendiatenkonzertes in der wunderschönen Obersalbacher Kirche.

Die Aktion Kultur Heusweiler beendete dort ihre diesjährige Konzert­reihe mit Stipendiaten der Hochschule für Musik in Saarbrücken. Diesmal war es zudem ein Konzert unter „erschwerten Bedingungen“, wie der Vorsitzende der Aktion Kultur, Günter Bost, anmerkte. Denn gleich zwei Ausfälle mussten kurzfristig verkraftet und musikalisch verarbeitet werden. Für den erkranken Pianisten sprang Francesco Bernasconi ein. Und für die Sopranistin Elisa Wehrle trat Diana Brandel auf. Aber die hohe Professionalität der Künstler machte die Veränderungen unhörbar, das Publikum honorierte die Leistungen mit anhaltendem Applaus.

Das Programm, farbig und professionell, war zum Teil auch recht ungewöhnlich und originell. An dieser Stelle ist beispielsweise das „Gran Duo Concertante“ für Klarinette, Kontrabass und Klavier von Giovanni Bottesini zu nennen. Hier brillierte I-Jan Huang am Kontrabass und zeigte, dass dieses Instrument durchaus auch solistisch virtuos eingesetzt werden kann.

Des Weiteren konnten die Zuhörer an diesem düsteren Novembersonntag Arien von Johann Sebastian Bach, Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini, Franz Schuberts „An den Mond“ sowie Instrumentalwerke von Wolfgang Amadeus Mozart und Giovanni Battestini genießen.

Den jungen, hoch begabten Musikern machte es in der Obersalbacher Kirche sichtlich Spaß, die Nähe zum Publikum schien sie zu inspirieren.

Als Dank: Stürmischer Applaus am Schluss und als Zugabe eine  Arie der Mimi aus „La Bohème“ von Puccini.

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