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Brandschutz ist die höchste Hürde

Brandschutz ist die höchste Hürde

Früher wurde oben auf dem Holzer Wasserturm gekocht und Kerzenfeuer gemacht. Heute untersagt das der Brandschutz. Aber immerhin soll es bald wieder möglich sein, sich dort oben zu treffen und den Ausblick zu genießen. Ein Verein will es möglich machen.

252 Stufen zur Versammlung: Die Interessengemeinschaft Holzer Wasserturm tagte oben im Turm. Foto: IG Holzer Wasserturm Foto: IG Holzer Wasserturm

Die Heizung läuft, die Fenster sind dicht, und vor allem ist die Stimmung der Leute gut, die den Aufenthaltsraum des Holzer Wasserhochbehälters wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machen wollen. Vor anderthalb Jahren hatten sich zwei Dutzend Bürger um den CDU-Kommunalpolitiker Jörg Schwindling in der "Interessengemeinschaft Wasserturm Holz " zusammengetan, um die "In-Wert-Setzung" des 1972 gebauten 60 Meter hohen Turmes (der den Gemeindewerken weiterhin zur Wasserversorgung dient) als Verein zu betreiben. Mittlerweile ist die Gruppe auf fast 40 Personen gewachsen und steht vor einem wichtigen Etappenschritt, nämlich dem Baurecht. Der Holzer Architekt Lars Maier kümmert sich darum, es zu erhalten.

Wie Schwindlung auf einem Mitgliedertreffen - am Dienstagabend im Turm! - ankündigte, sollte im kommenden Frühjahr von der Unteren Bauaufsicht die Genehmigung für eine Nutzung als Versammlungs- und Ausstellungsort zu erhalten sein. Höchste Hürde auf diesem Weg ist der Brandschutz : Das Treppenhaus mit seinen 252 Stufen ist lediglich 80 Zentimeter breit und nicht geeignet, Menschenströme aus zwei Richtungen aufzunehmen - etwa Personen, die nach unten flüchten und Feuerwehrleute, die hoch zum Löschen rennen. Die Aufgabe lautet also, den Aufenthaltsraum völlig frei von brennbarem Material zu gestalten, für den Fall der Fälle ein effektives Belüftungssystem einzubauen und ein Brandschutzkonzept mit klaren Handlungsanweisungen zu formulieren.

Womöglich laufe es darauf hinaus, dass nur 50 bis 80 Personen gleichzeitig auf den Turm dürfen, sagte der Vorsitzende. Sollte das Recht erworben sein, den Turm als Aussichtsplattform, Veranstaltungsort, Tagungsstätte oder auch als Standesamt zu nutzen, dann folgt als nächster Schritt der Umbau. Ohne Eigenleistungen und Unterstützung von Firmen wird das nach Einschätzung der IG nicht klappen. So ging die Mitgliederversammlung mit der Aufgabe auseinander, möglichst viele potenzielle Helfer anzusprechen und für die Idee der Nutzung zu begeistern.

www.wasserturm-holz.de