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Blitz unterbricht Heusweiler Wasserversorgung
Blitz legt Wasserversorgung lahm

Nicht nur der Baum wurde am Montagabend vom Blitz getroffen: Über unterirdische Rohre weitergeleitet, beschädigte der Stromstoß auch einen Schaltkasten im Wasserhochbehälter (im Hintergrund) in Obersalbach.
Nicht nur der Baum wurde am Montagabend vom Blitz getroffen: Über unterirdische Rohre weitergeleitet, beschädigte der Stromstoß auch einen Schaltkasten im Wasserhochbehälter (im Hintergrund) in Obersalbach. FOTO: Fred Kiefer
Obersalbach/Reisbach. Stromstoß dringt über Baum, Erde und Leitungen bis in Wasserhochbehälter. Von Fred Kiefer

Das Unwetter am Montagabend mit Blitz und Donner sorgte für eine kurzzeitige Unterbrechung der Wasserversorgung vom Erdbehälter Hilgenbacher Höhe bei Obersalbach. Was war passiert? Gegen 19 Uhr, so der Geschäftsführer der Gemeindewerke Heusweiler (GWH), Wolfgang Karges, war ein Blitz in einen unmittelbar neben dem Wasserbehälter stehenden Kirschbaum eingeschlagen und hat diesen gespalten. Dabei hat sich der Blitz einen Weg durch den Stamm des mächtigen Baumes bis ins Erdreich hinein gesucht und so auch noch elektronische Messelemente an den Wasserrohren erreicht und schließlich auch noch den Schaltschrank im Inneren des Gebäudes, wodurch die Wasserversorgung lahmgelegt wurde. Die Gewalt des Blitzeinschlags war so stark, dass Teile des Baumes bis zu 20 Meter weit geschleudert wurden.


Vom 320 Meter hoch gelegenen Wasserbehälter auf der Hilgenbacher Höhe werden etwa 13 000 Einwohner von Heusweiler, Eiweiler, Ober- und Niedersalbach sowie Teile von Kutzhof mit Trinkwasser versorgt, ebenso 2400 Einwohner des Saarwellinger Ortsteils Reisbach. Von der Unterbrechung durch den Blitzeinschlag bekamen die meisten jedoch nichts mit, da ein Frühwarnsystem die Störung sofort meldete. Ein Techniker war kurze Zeit später vor Ort, um das Wasser durch eine Notreparatur wieder fließen zu lassen. Am Dienstagvormittag wurde der Schaden dann endgültig behoben. Karges schildert, dass durch den Blitzeinschlag Kosten in Höhe von etwa 10 000 Euro entstanden sind.