| 12:09 Uhr

Bauernhaus in Eiweiler
Für einen Preis reichte es nicht

Das Bauernhaus von Johannes Paul (im Bild) und Jacqueline Reck in Eiweiler hat es in die Endausscheidung im Wettbewerb „Saarländische Bauernhäuser“ geschafft.
Das Bauernhaus von Johannes Paul (im Bild) und Jacqueline Reck in Eiweiler hat es in die Endausscheidung im Wettbewerb „Saarländische Bauernhäuser“ geschafft. FOTO: Andreas Engel /
Eiweiler. Johannes Paul und Jacqueline Reck schafften es mit ihrem Anwesen in Eiweiler in die Endausscheidung des Bauernhauswettbewerbs. Der Sieg ging nach Lebach-Steinbach.

Die Juroren des alle zwei Jahre ausgelobten Landeswettbewerbes „Saarländische Bauernhäuser – Zeugnisse unserer Heimat“ waren diese Woche wieder unterwegs und besichtigten auch in Eiweiler ein herausragendes Beispiel gelungener Bauernhauspflege und Restaurierung. Johannes Paul und Jacqueline Reck haben mit großem Aufwand und Sachverstand das Haus ihrer Vorfahren in der Lebacher Straße instandgesetzt.


Lohn der Müh’: Sie kamen mit ihrem Haus in die Endausscheidung des Wettbewerbes. Insgesamt ein Dutzend Gebäude im ganzen Land begutachtete die Jury unter der Leitung von Professor Heinz Quasten, und eines davon steht in Eiweiler. Das Bauernhaus von Paul und Reck wurde etwa um 1834 als typisches südwestdeutsches Einhaus mit Scheune, Stall und Wohnhaus erbaut. In den Jahren zwischen 1888 und 1891 wurde der Bauernhof umgebaut, und ein Kolonialwarengeschäft kam hinzu, später auch eine Metzgerei. Obwohl das heutige Anwesen nicht mehr dem klassischen Bild eines Bauernhauses entspricht, würdigte die Jury dennoch die überzeugende und stilechte Renovierung durch die heutigen Besitzer. Für „Gelzersch Haus“, so wird das Gebäude noch heute genannt, reichte es jedoch nicht zu einem Preis beim Wettbewerb, wie einer Pressemitteilung des zuständigen Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz zu entnehmen ist. Die Jury vergab den ersten Preis für ein Bauernhaus in Lebach-Steinbach, Marion Diederich darf sich über 3000 Euro freuen.

(eng)