Bauarbeiten für neue Leitungen

Die Arbeiten in der Obersalbacher Weiherwaldstraße beginnen am 7. März. Sie kosten ungefähr 1,2 Millionen Euro und sollen voraussichtlich 18 Monate dauern. Die Anwohner müssen mit Einschränkungen rechnen, aber höchstens mit minimalen Kosten, wenn überhaupt.

Montagabend, im Dorfgemeinschaftshaus: 40 Bürger sind zur Infoveranstaltung gekommen. Neun Experten, von der Gemeinde, dem Zweckverband Kommunale Entsorgung, kurz ZKE, den Gemeindewerken Heusweiler (GWH) und dem Versorgungsunternehmen Energis referieren über die geplante Straßenbaumaßnahme Zum Weiherwald. Kurzum: Der Kanal ist sozusagen im Eimer. Wasser- und Stromversorgung sind in die Jahre gekommen. Den Straßenbelag zu erneuern, ist auch kein Luxus.

Geschäftsführer Wolfgang Karges spricht für die GWH: "Wir beschäftigen uns seit einigen Jahren mit dieser Straße." Jetzt wird gehandelt. Dirk Andres, ZKE, erläuterte anhand von Folien die Pläne. Es ist kompliziert, weil Schritt für Schritt alles erneuert beziehungsweise saniert wird. Aber die von Andres vorgestellten Pläne scheinen durchdacht.

In mehreren Bauabschnitten wollen die Planer die Aufgaben angehen. Dabei bleiben den Anwohnern naturgemäß Einschränkungen nicht erspart. Je nachdem, ob neue Wasserleitungen oder aber ein neuer Kanal verlegt werden, sei entweder eine einseitige Fahrbahnführung mit Ampelregelung erforderlich, oder aber auch mal eine Vollsperrung. Es sei aber jederzeit möglich, dass Anwohner mit dem Auto mindestens in die Nähe ihrer Häuser fahren können. Und auch den Rettungsdiensten, Feuerwehr, Rotes Kreuz , Notarzt, werde in jedem Bauabschnitt die Zufahrt zu betroffenen Häusern ermöglicht, hieß es. Wenn auch von der Topografie her nicht einfach zu ermöglichen (steile Zufahrten), werde eine Umfahrung über die L 306, die Höhenstraße und den Obersalbacher Sportplatz mit entsprechenden Hinweisschildern eingerichtet.
Baubeginn am 7. März

Beginnen sollen die Arbeiten in der Straße Zum Weiherwald bereits am Montag, 7. März. Die veranschlagten Kosten liegen bei etwa 1,2 Millionen Euro , wobei der größte Batzen (rund 716 000 Euro ) im Kanal "versickert", um es einmal salopp auszudrücken.

Eigentlich sollten den betroffenen Grundstücks- und Hauseigentümern keine Kosten entstehen, hieß es in der Bürgerversammlung. Mit einer Ausnahme, die GWH-Geschäftsführer Karges erläuterte: Wenn, wie vorgeschrieben, ältere Stahl-Wasserleitungen durch Kunststoffrohre ersetzt würden, müsse der Hauseigentümer die Kosten für den erforderlichen Mauerdurchbruch selbst tragen - laut Karges geschätzte 200 bis 300 Euro .

Aufgrund der von den Fachleuten vorgetragenen ausführlichen Informationen hielt sich das Fragebedürfnis der Versammlung, bis auf Einzelfragen, in Grenzen. Allgemein aber wurde von der Bevölkerung bedauert, dass im Rahmen der Baumaßnahme nicht auch neue Glasfaserkabel verlegt werden, um so für schnelleres Internet zu sorgen. Diesen Wunsch kann man in der Heusweiler Verwaltung nachvollziehen, und Bürgermeister Thomas Redelberger weist darauf hin, dass man nach wie vor versuche, mit der Telekom als zuständigem Partner "die Arbeiten zu koordinieren. Einfach ist das nicht." Daher regte ein Bürger in der Diskusion an: "Dann sollten wir eine Unterschriftenaktion für das schnelle Internet starten. Vielleicht bringt das die Telekom zum Umdenken."

Zum Thema:

Auf einen BlickWer noch Fragen zur Sanierung der Straße Zum Weiherwald in Obersalbach hat, der kann sich wenden an: GWH-Geschäftsführer Wolfgang Karges, Tel. (0 68 06) 9 87 77-23, oder Heike Thewes vom Bauamt der Gemeinde Heusweiler, Tel. (0 68 06) 9 11-1 37, oder Klaus-Peter Schwindling von der Energis, Tel. (06 81) 40 30-23 35. et