Auf den Kappensitzungen der Narren aus Kutzhof ging es rund

Kostenpflichtiger Inhalt: Fastnacht : Kutzhofer Narren ließen es krachen

Der Karnevalsverein „Mir kinne aach“ hat gehalten, was er verspricht. Von der ersten Minute an ging es rund auf den beiden Kappensitzungen.

Die Festhalle in Eiweiler stand Kopf, und die Narren standen auf den Stühlen, schunkelten und klatschten im Rhythmus. Die beiden Kappensitzungen des Kutzhofer Karnevalsverein „Mir kinne aach“ waren mit 620 Gästen am vergangenen Wochenende nicht nur ausverkauft, sondern wurden wieder einmal zu einem großen Erfolg der Narren. Und das nicht erst am Sitzungsende, als die starken Showtänze der Perelias und des Männerballetts auf dem Programm standen – bereits am Anfang der großen Sause jubelte die Narrhalla den Akteuren auf der Bühne zu. Das galt vor allem den Jüngsten im Verein. Die Bambinis tanzten in bunten Gewändern und zu rockiger Popmusik über die Bühne, so dass auch die Narren im Saal aufstanden, mittanzen und eine Zugabe forderten. „Ich bin so stolz auf den ganzen Verein. Alle führen fort, was wir damals ins Leben gerufen haben“, sagte Paula Kessler. Sie war vor 50 Jahren Gründungsmitglied, als die Geburtsstunde der Kutzhofer Fastnacht schlug. „Ich würde gern mal wissen, wo die die ganzen Mädels her haben“, sagte Kessler und lachte. „Von mir sind die nicht alle“, entgegnete Sitzungspräsident Marcel Woll, der die Narren durch den Abend führte.

Auch der erste Auftritt in der Bütt war bereits ein Höhepunkt. Christine Henseleit und Bernhard Schmitt von den Päther Dickkäpp brachen als Maja und Klaus-Peter das Eis. Klaus-Peter erzählte, dass er für eine Party extra einen Kasten mit leeren Wasserflaschen kalt gestellt hat, da bestimmt auch einige auf die Party kommen, die nichts trinken wollen. „Klaus-Peter, du bist die Stradivari unter den Arschgeigen“, entgegnete Maja. Die beiden erhielten genauso großen Applaus wie das „Mir kinne aach“-Funkenmariechen Julie Hirschmann, das sich selbst trainiert, große Akrobatik zeigte und später noch mit Freundin René Nalbach in der Bütt stand.

Von der ersten bis zur letzten Nummer überzeugten die Kutzhofer bei ihren Sitzungen, und anwesende Lokalpolitiker signalisierten bereits, dass für die kommende Session Möglickeiten gesucht werden, um die Kutzhofer wieder in ihrer Heimat, statt in Eiweiler, auftreten zu lassen.