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Auch im Zug packt er schon mal die Gitarre aus

Auch im Zug packt er schon mal die Gitarre aus

Mit der Blockflöte fing er an, frönte dem Gesang und lässt heute seine Gitarre kaum mehr aus dem Auge: Nicolas Maus. Der 25-Jährige ist in der Region nun öfter zu hören, demnächst auch im Carrée am Salzbrunnen-Ensemble.

Er trägt es irgendwie mit sich, das Image eines bekannten Musikers, dessen Namen einem gerade noch auf der Zunge lag: Nicolas Maus. Er ist in Neuweiler geboren, hat die Gitarre , wie so mancher Künstler sein Skizzenbuch, immer dabei. So auch bei einem Treffen im Gasthaus Carrée in Sulzbach. Alles fing ganz klassisch mit der Blockflöte an.

"Mit einem Bein stand ich im Fußballverein der DJK Neuweiler , mit dem anderen vorm Notenständer zum Flöten-Üben", erinnert sich der 25-Jährige. Dabei hatte der damalige "Dusch-Tenor" im Adoleszenz-Alter außer Spaß am Singen noch keine musikalischen Hintergedanken: "Ich hab' zu Hause gesungen, weil es Spaß macht." Doch die Kunst wollte raus: Durch Schlagzeugunterricht bei Marc Bollow, die Keyboard-Stunden an der Musikschule Sulzbachtal/-Fischbachtal und das Gitarrenspiel entwickelte sich gezielte Musikkompetenz. "Erste Banderfahrung gab's als Schlagzeuger einer Kellerband", sagt Maus und lacht. Doch das Singen setzte sich durch: Der gelernte Erzieher und Versicherungskaufmann tauchte schon bald mit seiner Gitarre in Gaststätten rund um St. Ingbert, Lebach und Heusweiler auf. "In Metal-Kneipen, in Irish Pub's hatte ich kleine Gigs", erzählt er und fügt an: ,,Ich hab' die Gitarre eigentlich immer dabei. Wenn Leute Musik hören wollen, spiele ich." Daher reiht sich in die Kette seiner Auftritte viel Spontanes: "Auf einer Zugfahrt von Frankfurt nach Essen wollten Fahrgäste ein kleines Zug-Konzert hören. Da hab' ich die Gitarre eben ausgepackt", erzählt Maus.

Seine musikalische Visitenkarte sei ein Cocktail aus verschiedenen Stilen: "Es sind Balladen, Rock-Titel, Songs aus den Charts. Es ist ,Zuhör-Musik'", sagt er. Wenn Nicolas Maus mit der Akustik-Gitarre auf dem Barhocker erscheint, reicht das aus, um rund 100 Leute von demselben zu reißen. "In Düsseldorf hatte ich vergangenes Jahr ein kleines Solo-Programm auf Schloss Linnep", erzählt Maus. Sein Lampenfieber ist dann wie weggeblasen: "Es ist schön zu beobachten, wenn man in den Leuten etwas bewegt." Der warme, voluminöse Klang seiner Stimme erinnert an irische Folk-Rock-Balladen mit Gänsehautfaktor. Daher gibt es seine Stimme auch schon in CD-Scheibenformat: Ein mehrtägiges Projekt mit dem Rockmobil unter Federführung der Jimi-Hancock-Truppe produzierte unter anderem mit Maus' Stimme, die bereits bei kulturellen Veranstaltungen der Stadt Sulzbach erklang. Im Gespräch mit der SZ war bald klar, dass das Instrument zum Einsatz kommen würde: " Vom Barhocker aus hört es sich am besten an."

Wer Nicolas Maus live erleben möchte, kann ihn am Donnerstag, 22. Januar, ab 19.30 Uhr im Bistro Carrée am Salzbrunnen-Ensemble in Sulzbach hören.