| 20:07 Uhr

Erster Heusweiler Familientag
Angebote für Familien auf einen Blick

Beim ersten Heusweiler Familientag am Samstag vor und in der Kulturhalle am Markt freut sich Familie Zewe aus Numborn über die Ballon-Knotkünste von Kersten Lehberger.
Beim ersten Heusweiler Familientag am Samstag vor und in der Kulturhalle am Markt freut sich Familie Zewe aus Numborn über die Ballon-Knotkünste von Kersten Lehberger. FOTO: Carolin Merkel / Merkel Carolin
Heusweiler. Den Besuchern hat’s sichtlich Spaß gemacht: Heusweiler hatte am Sonntag zum ersten „Familientag“ eingeladen. Wegen des Regens war im Außenbereich nicht viel los, die Kulturhalle war dagegen sehr gut besucht. Aussteller und örtliche Vereine stellten sich vor.  Von Carolin Merkel

Dass ein Familientag in Heusweiler eigentlich überfällig war, davon waren am Sonntag sowohl Besucher als auch die Standbetreiber in der Kulturhalle mehr als überzeugt. „Wir fangen gerade erst an, nach Angeboten für Kinder zu schauen. Unsere Tochter ist gerade mal 21 Monate alt“, erzählte Myriam Zewe. Sie war zusammen mit ihrem Mann Alexander Zewe und Töchterchen Lotta-Malin nach Heusweiler gekommen, um sich zu informieren. Die erste Station führte sie zu Kersten Lehberger, der gemeinsam mit Prisca Münnich als als Duo „Reksten Kinderquatsch“ für jede Menge Spaß beim Nachwuchs sorgte.


Für Lotta-Malin gab es ein Luftballontier in Rosa, was sie strahlend entgegennahm. „Wir finden das Angebot hier heute wirklich ausgezeichnet, wir haben schon viel Neues gesehen“, war Mama Myriam voll des Lobes für die Premiere. Die hatte bereits zur Eröffnung am Vormittag für großen Andrang gesorgt, Publikumsmagnet am Nachmittag waren dann auch immer die Aufführungen auf der Bühne. Hier präsentierte sich die Musikschule Vogel, die seit 30 Jahren am Standort Heusweiler tätig ist.

„Für eine Schule ist es immer wichtig, nach außen zu gehen“, erklärte Christof Brill, neuer Leiter der Musikschule. Er war mit seinen kleinen Musikerinnen und Musikern angetreten, um dem Publikum zu zeigen, wie viel Spaß Musik machen kann. „Wir hatten Kinder dabei, die hatten heute ihren ersten Auftritt“, schildert Brill. Neben zahlreichen Infobroschüren fiel bei ihm ein Handzettel ganz besonders ins Auge. „Ja, wir machen aktiv Werbung gegen Handy-Zombies“, lachte er.

Die sechs Jahre alte Sophia hatte jedenfalls etwas ganz anderes als ein Smartphone im Sinn. Sie wollte sich bei Prisca Münnich mittels Kinderschminke in Eiskönigin Elsa verzaubern lassen. „Das ist bei den Mädchen der absolute Renner. Ich glaube, ich träume nachts schon von Elsa“, lachte Münnich. Bei den Jungs, erklärte sie, sind Monsterkrallen angesagt. Eine davon trug der ebenfalls sechs Jahre alte Lukas aus Ottweiler stolz in seinem Gesicht. „Wir haben von diesem Familientag im Internet gelesen. Ich hätte mir das zwar ein bisschen größer vorgestellt, doch insgesamt ist das Angebot richtig gut, vor allem für die Kinder“, erklärte seine Mama Claudia Scheuer. Zusammen mit Mann Thorsten und Tochter Laura war sie am Stand von Nicole Haubrich hängen geblieben. „Ich finde einen Familientag in Heusweiler eine sehr gute Sache. Gerade in Heusweiler gibt es viele neue Baugebiete, dadurch auch viele junge Familien mit Kindern. Hier können sie sich umfassend über das Angebot informieren“, sagte die Inhaberin vom Sternenhimmel. Etwas schade fand sie es, dass fast nur Aussteller aus dem Ortsteil Heusweiler teilnahmen. „Hier wäre sicher auch der richtige Platz für Angebote aus den anderen Ortsteilen. Doch die Messe kann ja noch wachsen“, sagte sie.

Richtig begeistert von der Idee war Fotografin Nadine Schwarz aus Heusweiler. Ihr Stand war eine Augenweide, ermöglichten ihre Fotos doch den Blick in zahlreiche fröhliche Kindergesichter. Gern nutzte Schwarz die Gelegenheit, ihr Angebot zu präsentieren, und sie erklärte: „Mein Sohn ist viereinhalb Jahre alt, und ich finde, ein Tag, an dem alle Angebote für Kinder vorgestellt werden, war längst überfällig. Bisher habe ich mich immer im Kindergarten durchgefragt.“



Während drinnen Musik, Basteln und Sport auf dem bunten Programm standen, erwartete die Besucher vor der Kulturhalle am Markt die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk. Hier konnte der Nachwuchs das Innenleben der Fahrzeuge einmal ganz aus der Nähe kennenlernen oder sich an einer Kinder-Waserspritze versuchen.

Prisca Münnich sorgte an ihrem Stand in der Kulturhalle dafür, dass sich Sophia als Eiskönigin fühlen durfte.
Prisca Münnich sorgte an ihrem Stand in der Kulturhalle dafür, dass sich Sophia als Eiskönigin fühlen durfte. FOTO: Carolin Merkel / Merkel Carolin