Akku schnell leer: Messgerät meistens außer Betrieb

Akku schnell leer: Messgerät meistens außer Betrieb

Vor drei Jahren wurde auf Betreiben des Ortsrates eine Geschwindigkeitsanzeigetafel besorgt und in der Schillerstraße, in Nähe der Friedrich-Schiller-Schule, installiert (die SZ berichtete). 2500 Euro kostete das Gerät.

Das Geld hatten Heusweiler Gewerbetreibende und die Ortsratsparteien gespendet. Die Heusweiler Feuerwehr erklärte sich bereit, das Gerät kostenlos zu warten und alle acht bis 14 Tage den Akku aufzuladen. Doch in den vergangenen Wochen sorgte das Gerät für Ärger. Der Akku wurde viel schneller leer als gedacht, und die Feuerwehr kam mit dem Wiederaufladen nicht mehr nach. Folge: Das Messgerät ist meistens außer Betrieb.

Und wenn es mal läuft, läuft es fehlerhaft. Obwohl in der Schillerstraße nur Tempo 30 gefahren werden darf, zeigt das Gerät den Autofahrern sogar noch bei über 50 Stundenkilometern ein lachendes Gesicht. In der jüngsten Ortsratssitzung stellten deshalb SPD und NÖL Anträge, dies zu ändern. Die SPD beantragte, dass nicht mehr die Feuerwehr, sondern die Gemeindeverwaltung mit dem Aufladen des Akkus beauftragt werden soll.

Nicht, weil die Feuerwehr mit dem Aufladen nicht nachkommt, sondern weil die Gemeinde als Eigentümer des Gerätes in der Haftung ist, falls es beim Montieren des Akkus auf einer Leiter zu einem Unfall kommen sollte. Die NÖL beantragte, dass das Gerät mit einem Solarpaneel ausgestattet werden soll, um das Aufladen der Sonne zu überlassen. Außerdem schlugen SPD und NÖL fast gleichlautend vor, weitere solcher Messgeräte in der Illinger Straße (Grundschule) und in der Goethestraße (Stengel-Schule) aufzustellen. Der Ortsrat beschloss, dass die Verwaltung zunächst ermitteln soll, was die Anschaffung zweier Messgeräte und die Ausstattung aller Geräte mit Solarpaneels kostet.

www.heusweiler.de

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