Abfallgebühren bleiben konstant

Jeder Tropfen, den wir ins Kanalsystem schicken, kostet, ebenso der Müll in der Tonne – aber wenigstens nicht mehr als bisher: Eigentlich hatte man beim EVS mit einem Anstieg der Gebühren gerechnet, doch vorläufig bleiben sie konstant, hieß es im Heusweiler Gemeinderat.

"Bei der Abwasserwirtschaft und der Abfallwirtschaft des EVS gibt es eine sehr positive Entwicklung", freute sich Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU ) im Gemeinderat. Er hatte dem Rat den Wirtschaftsplan 2016 des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) vorgelegt, und aus dem ging hervor, dass die Gebühren 2016 unverändert bleiben und nicht, wie noch zu Jahresanfang gemeldet, steigen werden.

Im Abfallbereich sehe es gut aus: Die Ergebnisse der abgelaufenen Geschäftsjahre 2013 bis 2015 liegen jeweils deutlich oberhalb der "Planergebnisse", sind also besser als erwartet. Und der bis 31. Dezember 2016 prognostizierte, nicht durch Eigenkapital gedeckte "Fehlbetrag" beim EVS in Höhe von 8,8 Millionen Euro kann durch die voraussichtlichen positiven Jahresergebnisse bis 2018 vollständig abgebaut werden.

Das Gesamt-Gebührenaufkommen bleibt stabil. Zusätzliche Kosten - wie durch die Übernahme von Grünschnitt ab 2018 - sollen sich unterm Strich nicht negativ auswirken.

Im Abwasserbereich steigen die Einnahmen des EVS im Wirtschaftsplan 2016 gegenüber 2015 voraussichtlich um 1,4 Millionen Euro, da offenbar mehr Frischwasser verbraucht wird, als bei früheren Schätzungen vorausgesagt. Das bedeutet: der einheitliche Verbandsbeitrag für das Jahr 2016 bleibt bei 3,054 Euro pro Kubikmeter Frischwasser. "Das Positive: die im Wirtschaftsplan 2015 für 2016 vorgesehene Erhöhung des Verbandsbeitrages um vier Prozent aufgrund der prognostizierten Ertragslage wird auf das Jahr 2018 verschoben", fasste Redelberger zusammen.

Wertstoffhof unterfinanziert?

Der Gemeinderat beauftragte den Bürgermeister einstimmig, bei der nächsten Verbandsversammlung des EVS dem Wirtschaftsplan 2016 zuzustimmen. So sagte Fritz Michaelis (CDU ): "Der EVS ist auf einem ganz guten Weg. Das Wichtigste ist, dass es keine Gebührenerhöhungen für den Bürger gibt."

Leichte Kritik kam lediglich von SPD-Sprecher Reiner Zimmer: "Das hört sich ja alles gut an, dennoch möchte ich anmerken: Es ist nicht immer alles ganz positiv für die Gemeinde Heusweiler ." So laufe der Wertstoffhof Köllertal Gefahr, durch den EVS nicht mehr ausreichend finanziert zu werden. Sollte dies eintreten, müssten die drei beteiligten Kommunen Heusweiler , Riegelsberg und Püttlingen die Finanzierungslücke decken, sagte Zimmer. "Dies hängt mit der Art und Weise zusammen, wie der EVS die Wertstoffhöfe finanziert. Da wird nicht betrachtet, wieviel Bürger auf den Wertstoffhof kommen oder wie groß das Einzugsgebiet ist", so Zimmer.

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