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Ein Dorf in Feierlaune
Bürgermeister bester Bullenreiter

Im Rahmen der 50-Jahr-Feier des Heimat- und Verkehrsvereins Niedersalbach behauptete sich der Heusweiler Bürgermeister Thomas Redelberger als bester Bullenreiter.
Im Rahmen der 50-Jahr-Feier des Heimat- und Verkehrsvereins Niedersalbach behauptete sich der Heusweiler Bürgermeister Thomas Redelberger als bester Bullenreiter. FOTO: Andreas Engel /
Niedersalbach. Der Heimat- und Verkehrsverein Niedersalbach feierte auf unkonventionelle Art 50-jähriges Bestehen.

Sein 50-jähriges Bestehen feierte der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) Niedersalbach am Samstagnachmittag am Bürgerhaus auf unkonventionelle Art. Statt langer Festreden, Grußworten und Ehrungen gab es gutes Essen, leckere Cocktails, Livemusik und einen Bull-Riding-Wettbewerb. „Es ist mal wieder anders in Niedersalbach. Wir wollen nur feiern“, sagte HVV-Schriftführerin Sibylle Lesch.


Ein paar launige Worte gab es dennoch. So erinnerte der HVV-Vorsitzende Marcus Forster an die Entstehung des HVV: „Niedersalbach war von je her eine ruhige Wohngemeinde, in der sich die Bürger wohlfühlten.“ Das alltägliche Leben sei durch die Kirchweihfeste und Veranstaltungen des Gesangs- und Theatervereins aufgelockert worden. „Man war zufrieden, bis das Gasthaus Peddasch’s, das einen Saal hatte, in dem diese Veranstaltungen stattfanden, seine Pforten schloss.“ Danach sei etwas gekommen, was man in Niedersalbach nicht kannte: Ruhe. „Ruhe, die für das dörfliche Gemeinschaftsleben tödlich war“, sagte Forster.

Bürgermeister Nikolaus Hubert habe die Zeichen der Zeit erkannt und das Dorf aus seiner Lethargie gerissen. Am 17. März 1968 gründete Hubert mit den Gewerbetreibenden und interessierten Bürger des Ortes im Gasthaus Jägerklause den HVV. Die Frage eines Vereinszentrums wurde mit dem Bau des Bürgerhauses im Jahre 1970/1971 gelöst. Unter Mithilfe aller Vereine und des Vorstandes wurden nun Veranstaltungen wie Aufstellen des Maibaumes, Martinszug, Weihnachtsdorf, Dorfgemeinschaftsabend (jetzt heißt das: Sessionseröffnung), Kappensitzungen und Fastnachtsfeste ein fester Bestandteil im Jahresablauf des dörflichen Geschehens. „Niedersalbach war aus seinem Dornröschenschlaf erwacht und diente mit seinem beneidenswerten Vereinsleben vielen Nachbargemeinden als Vorbild, das eifrig nachgeahmt wurde“, sagte Forster. Leider seien einige Veranstaltungen mittlerweile verschwunden, erklärte Vorstandsmitglied Wolfgang Raber. So die Kirmes mit dem Einholen des Kirwehannes und dem Hammeltanz. Dafür gibt es neue. Wie das alle zwei Jahre gefeierte Fest „Ein Dorf dreht durch“.



Durchdrehen mussten beim Jubiläumsfest auch Bürgermeister Thomas Redelberger, Ortsvorsteher Bruno Lesch und Marcus Forster. Sie stellten sich einem Bull-Riding-Wettbewerb, das Publikum durfte auf den Sieger wetten und konnte dabei Freigetränke und Eintrittskarten für die Sessionseröffnung im November gewinnen. Bester Bullenreiter war der Bürgermeister. Er hielt sich sagenhafte 55 Sekunden auf dem durchdrehenden Bullen und verwies Forster und Lesch auf die Plätze. Für die musikalische Umrahmung des Festes sorgte die Heusweiler Band Friends Connection.

(dg)