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30 neue Wohnungen: „Wohnpark Großwaldstraße“ Eiweiler genehmigt

Bebauungsplan gegen Widerstand der SPD : 30 neue Wohnungen: „Wohnpark Großwaldstraße“ genehmigt

Der Heusweiler Gemeinderat lässt den Bebauungsplan zum „Wohnpark Großwaldstraße“ im Ortsteil Eiweiler aufstellen. Dort sollen etwa 30 Wohneinheiten in fünf Mehrfamilienhäusern entstehen. Die SPD sprach sich dagegen aus: „Da hat ein Investor eine Schrottimmobilie für drei Euro fuffzisch gekauft und macht eine Goldgrube draus“, sagte Reiner Zimmer (SPD – auch Landtagsabgeordneter).

Außerdem habe Eiweiler schon vor Jahren ein großes Neubaugebiet bekommen, während andere Ortsteile wie Wahlschied leer ausgingen – Zimmer ist auch Wahlschieder Ortsvorsteher. Zudem solle man erst die Baulücken im Ort schließen, und ohnehin  habe Eiweiler keinen Bedarf nach neuen Wohnungen. Das sehen Verwaltung und CDU anders. So betonte die Verwaltung in ihrer Planaufstellung, dass in ganz Heusweiler eine hohe Wohnungsnachfrage bestehe, wegen Saarbahnanschluss und naher Autobahn 8 besonders stark in Eiweiler. Johannes Kiel (CDU) betonte, dass man in Eiweiler eine günstige Lösung mit viel Wohnraum schaffen könne, „es spricht kein Argument dagegen“.  Bedenken, dass es zu wenig Parkplätze gebe, zerstreute Kiel: „Die Stellplatzpflicht wurde auf zwei erweitert“. Auch Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) bestätigte, dass der Investor pro Wohnung zwei Parkplätze nachweisen müsse, das geltende recht verlange von  Bauherren eigentlich nur 1,5 Parkplätze pro neuer Wohnung 1,5.

Trotz dieser Parkplatzregelung hatte auch die Fraktion GLN (Grüne/Linke/NÖL) Bedenken gegen das Bauvorhaben. Ihr Sprecher Hans-Kurt Hill (Linke) sagte: „Wer die Verkehrssituation dort kennt, weiß, dass das nicht funktionieren wird.“ Außerdem liege das geplante Wohngebiet an einer Hanglage, das Oberflächenwasser würde in den Köllerbach eingeleitet und die Menschen in Eiweiler, aber auch in Heusweiler und Walpershofen hätten bei Hochwasser darunter zu leiden, sagte Hill. Bürgermeister Redelberger widersprach: Die Hochwassersituation würde sich nicht verschärfen, zumal der Investor zugesagt habe, ein ausreichend großes Regenrückhaltebecken bauen zu lassen. Mit den Stimmen von CDU, FDP, GBH und AFD stimmte der Rat dem Projekt mehrheitlich zu. SPD und GLN lehnten es ab.