Heusweiler Rat informierte sich über Eichenprozessionsspinner

Plage : Heusweiler Rat informierte sich über Eichenprozessionsspinner

In der Gemeinde Heusweiler verursachte der Eichenprozessionsspinner in diesem Jahr große Probleme. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Natur- und Umweltausschusses deutlich, in der die Naturschutzbeauftragten der Gemeinde – Gerd Bender (Wahlschied), Anette Ziegler (Eiweiler), Herbert Hassel (Holz), Stefan Bost (Kutzhof) und Margarte Blasen (Heusweiler) – ihre Tätigkeitsberichte abgaben.

In Kutzhof im Wald zwischen Mangelhausen und Lummerschied, in Niedersalbach am Bürgerhaus, in Obersalbach am Sportplatz, in Holz am Schulhof, im Eiweiler Wengenwald und an vielen anderen Stellen trat der Eichenprozessionsspinner massenhaft auf. In Eiweiler musste wegen des starken Befalls sogar erstmals das Waldfest des Musikvereins abgesagt werden.

Der Baumschutzwart der Gemeinde Heusweiler, Rüdiger Flöhl, hatte unlängst gesagt, 80 Prozent aller Eichen seien befallen. Diese Zahl findet Peter Paulus, der Umweltschutzbeauftragte der Gemeinde, zu hoch: „Es sind weniger, aber es sind mehr als in den vergangenen Jahren.“ Die Ausbreitung sei begünstigt durch das derzeitige Klima mit relativ milden Wintern und sehr trockenen Sommern.

Derzeit droht keine Gefahr, weil der Embryo des Eichenprozessionsspinners sich noch im Herbst zur fertigen Jungraupe entwickelt, die im Ei überwintert und Anfang Mai schlüpft. Dazu Paulus: „Die Gespinster in den Bäumen sind noch da, und es besteht die Gefahr, dass in den Nestern noch Härchen der Raupen hängen, die bei Berührung oder durch Einatmen zu allergischen Reaktionen führen können.“ Die Gemeinde habe überall dort, wo Befall vorliegt, Schutzschilder aufgestellt und sich mit technischem Gerät ausgerüstet, das die Nester aus den Eichen absaugt. Eingesetzt würden diese Sauger vor allem an Schulen, Kindergärten und Spielplätzen, seltener in Wäldern.  Waldbesucher müssten den Warnhinweisen Folge leisten und die Nester meiden. Paulus stellte zudem klar, dass er die Forderung nach dem Einsatz einer chemischen Keule nicht unterstützt: „Damit würde ja alles kaputt gemacht.“

Mehr von Saarbrücker Zeitung