Heuballen-Brände im Saarland: Polizei stellt Statistik vor

Polizei rechnet mit zehn weiteren Bränden in 2019 : 73 Heuballen-Brände seit 2017

Brennende Heu- oder Strohballen halten in diesen Wochen die Feuerwehren im Saarland auf Trab – nicht selten tippt die Polizei auf Brandstiftung. Die polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet allein in diesem Jahr bereits 19 Brände von Heu- oder Strohballen.

Mit acht Bränden führt der Monat Mai die Statistik bisher an, gefolgt vom Juli mit sechs Bränden. Das Landespolizeipräsidium prognostiziert bis Jahresende insgesamt 29 Brände. Dies sei eine rein lineare Berechnung, heißt es. Im Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 1. August 2019 verzeichnet die Polizei 73 Heuballenbrände im Saarland. Im Jahr 2017 brannte es 25 Mal, 2018 waren es 29 Fälle. Im Juli 2018 gab es mit 13 Bränden bislang die meisten Fälle in einem Monat. Höchststand im Jahr 2017 war der August mit sieben Bränden.

Heuballenbrände im Saarland. Foto: SZ/Steffen, Michael

Die meisten Heuballen brennen zwischen Mai und August, in den Wintermonaten ist dies oft gar nicht, höchstens aber zwei Mal monatlich vorgekommen. Besonders betroffen ist das Nordsaarland, vor allem die Region um Wadern und Weiskirchen. Vergleichsweise oft brennt es auch in Überherrn. Im laufenden Jahr traf es bisher vor allem die Gegend um Tholey. Wie die Polizei mitteilt, können fehlende oder ungenaue Erfassungen in laufenden Strafverfahren nicht ausgeschlossen werden. Ein Fall werde erst mit Abschluss des Verfahrens in der polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Mitunter könne dies Jahre dauern.

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