Standortfrage geklärt: Helmholtz-Zentrum soll am Stuhlsatzenhaus entstehen

Standortfrage geklärt : Helmholtz-Zentrum soll am Stuhlsatzenhaus entstehen

Ansiedlung Helmholtz-Zentrum: Bauminister Bouillon schließt Kaufvertrag über Erwerb von „Stuhlsatzenhaus“.

(bel) Das Helmholtz-Zentrum für IT-Sicherheit soll am Campus Saarbrücken entstehen. Bauminister Klaus Bouillon hat einen Kaufvertrag über den Erwerb des Stuhlsatzenhauses abgeschlossen, wie es in einer Pressemitteilung der Landesregierung heißt. Damit ist die Standortfrage zunächst geklärt. Noch im Sommer dieses Jahres war man sich nicht sicher, wo das Zentrum mit IT-Park entstehen solle. Im Gespräch waren unter anderem das Waldstück in Richtung Dudweiler und Scheidt, der Schwarzenberg sowie das Brebacher Ohr.

Das Anwesen „Stuhlsatzenhaus“ liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum bereits bestehenden Institut für Cybersicherheit, CISPA, das laut Landesregierung damit „wachsen und zum prestigeträchtigen Helmholtz-Zentrum werden soll“.

„Die Verantwortlichen können sofort in die konkrete Planung für einen ersten Erweiterungsschritt einsteigen, denn das Gelände verfügt bereits über einen Bebauungsplan, der nur angepasst werden muss“, erklärt Bouillon. Ohne den Beginn der Baumaßnahmen zu gefährden, könne man dadurch nun mit weniger Druck angrenzende Bereiche auf ihre Umweltverträglichkeit überprüfen.

Im Helmholtz-Zentrum sollen bis zu 800 Mitarbeiter beschäftigt sein. Michael Backes, Leiter des Cispa, sprach von einem „der größten Wirtschaftsmotoren, die wir im Saarland je hatten“. Auch Umweltminister Reinhold Jost begrüßt die neuesten Entwicklungen: „Eine Erweiterung im Umfeld „Stuhlsatzenhaus“ ist aus meiner Sicht eine gute Lösung, da auf dieser Fläche bereits Baurecht besteht.“ Er wolle allerdings darauf achten, dass die ökologischen Interessen gewahrt seien.

Laut Bouillon könne, wenn alles planmäßig verlaufe, bereits 2019 mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Die endgültige Entscheidung des Landtags über den Bau des Zentrums fällt allerdings erst am 15. November. Bouillon gibt sich zuversichtlich: „Wir sprechen bei diesem Projekt von der größten Zukunftschance für unser Landes. Diese wird wohl keiner verstreichen lassen.“

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