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Hans kündigt im Saarland ein hartes Durchgreifen gegen Corona-Partys an

Ausgangsbeschränkungen einhalten : Hans kündigt hartes Durchgreifen gegen Corona-Partys an

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hat scharfe Polizeikontrollen zur Einhaltung der wegen der Coronavirus-Pandemie verfügten Ausgangsbeschränkung angekündigt.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag musste die saarländische Polizei 22 Mal ausrücken, um Verstößen gegen die Allgemeinverfügung nachzugehen. „Einmal hatte eine Gaststätte offen“, teilte Stephan Laßotta, Sprecher der Landespolizei, am Sonntagmorgen mit. Alles andere seien „private Feiern gewesen.“ Auf denen denn mehr als fünf Personen zusammenkamen. Das ist laut Verfügung verboten. Insgesamt habe die Polizei „elf Strafanzeigen“ wegen Verstößen gegen die Verfügung geschrieben. Daher hat sich Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Sonntagmorgen mit einer weiteren Videobotschaft an die Saarländer gewandt. Darin mahnte zu Disziplin an. Denn: „Die Zahlen der Corona-infizierten steigen unaufhörlich. Auch im Saarland. Die Lage ist ernst. Deshalb gelten die Ausgangsbeschränkungen, die wir im Saarland auch hart durchsetzen werden.“, sagte er. Und: „Die meisten Saarländer und Saarländerinnen halten sich daran, das bestätigt mir die Polizei. Aber noch immer, so auch in dieser Nacht, gab es vor allem junge Menschen, die gemeint haben, sie müssen sich treffen und Party machen. Das geht nicht. Deshalb wird die saarländische Polizei hart durchgreifen. Wir werden Versammlungen auseinanderbringen und wir werden Verstöße gegen unsere Regeln zur Anzeige bringen.“ Das einminütige Video schloss der 42-Jährige mit folgender Botschaft: „Ich weiß, diese Maßnahmen sind hart, aber wenn wir jetzt zusammenstehen, können wir das Schlimmste noch verhindern Ich zähle auf Sie, ich bitte Sie, bleiben Sie zu Hause.“

Bis Sonntagnachmittag musste die Polizei im Saarland noch weitere 16 Mal ausrücken. „Jedoch zu keinen besonderen Vorfällen“, teilte ein Sprecher am Nachmittag mit. Derzeit seien die Menschen sehr sensibilisiert für die Ausgangs-Beschränkungen, die die Verfügung vorschreibe, meinte er. Meist ginge es bei den Anzeigen um Gruppen von Spaziergängern, die mit mehr als fünf Leute unterwegs waren. Auch ein nicht erlaubter Besuch eines Spielplatzes war dabei, einer ging offenbar gar durch den Saarbrücker Wildpark spazieren, obwohl dieser geschlossen hatte. „Die Fälle waren alle unproblematisch zu behandeln“, erklärt der Sprecher.

Auch in Neunkirchen schien es ruhig zu sein. So hat zum Beispiel Oberbürgermeister Jörg Aumann (SPD) auf Facebook gepostet, dass auch er keine besondere Vorkommnisse wahrgenommen habe. Zumindest nicht bei seinem Zehnkilometer-Lauf durch den Wald rund um Neunkirchen: „Ich sah viele Menschen in den Wäldern, aber alle waren vernünftig: Klar erkennbare Famillienstrukturen, keine Gruppe größer als vier, alle hielten ordentlich Abstand. Klasse.“ Es werde von Tag zu besser, nur noch Kleinigkeiten seien zu bebachten.