Max ist ein begeisterter Ritter : Max, der junge Ritter aus Güdingen

Als er klein war, wollte er Ritter werden. Jetzt spielt er eine Hauptrolle in einem Ritterspektakel. Und später will er Stuntman werden.

Max ist 14, und er ist ein Ritter — zumindest im Herzen. Ritter, sagt der Junge aus Güdingen, das sind Männer, die „schön reiten können, die mutig sind“. Das Besondere an Rittern sei, „dass sie Helden sind“.

„Maximilian“, sagt seine Mutter Silke Ketter, „hat von klein auf die Ritter in der Arenashow im Europa Park bewundert.  Er wollte auch ein Ritter sein. Das ging so weit, dass er sich die Haare wachsen ließ und anfing zu reiten.“

Ein Ritter ist Max noch nicht, aber er ist seit diesem Sommer selbst Teil einer Rittershow. Das Kaltenberger Ritterturnier in Bayern, gerade erst vom Branchenverband zur „besten Live-Show Deutschlands“ gekürt worden, hat den Saarbrücker engagiert. Max spielt in deren „Der letzte Ritter“-Spektakel. Am vorigen Wochenende war in Kaltenberg die letzte Vorstellung für diese Saison.

In der Geschichte geht es um einen Jungen, der, wie die Veranstalter es beschreiben, „nach einem traumatischen Erlebnis alles daran setzt, selbst ein Ritter zu werden“. Auf diesem Weg gelte es, „zahlreiche Abenteuer zu bestehen, die den Helden herausfordern und formen“. Während der Show wird aus dem Jungen ein Mann, „der am Ende mit Mut, Kraft und Herz nicht nur für seinen großen Traum, sondern auch für seine Liebe kämpfen muss“, erläutern die Macher des Stücks.

Max spielt die Rolle des Jungen. Vor rund 15 000 Zuschauern, wie seine Mutter nicht ohne Stolz sagt. Wenn so viele Menschen auf einen schauen, dann sei „man am Anfang schon total nervös“, sagt Max. Aber sobald er durchs „Tor des Königs“ in die große Arena tritt, sei er voll in seiner Rolle. Dann sei die Nervosität weg. 2009 war die Familie erstmals beim Kaltenberger Ritterturnier. „Max war völlig begeistert von der Show“, erinnert sich seine Mutter. 2013 wurde ein Kindernebendarsteller gesucht. „Max hat sich durch das Casting geboxt und durfte den Jungen des Waldes spielen. Damals haben wir uns dann auch der Mittelaltergruppe Marktvolk von Espen angeschlossen“, erzählt sie. Nun wurde wieder ein Kinderdarsteller gesucht, diesmal für eine der Hauptrollen. Und Max hat es geschafft, sie zu bekommen.

Reiten kann Max, er ist beim Reitverein in Bübingen aktiv. Bald will er sich nun der „Kampftruppe der schwarzen Ritter zu Kaltenberg“ anschließen. Dort lerne man, mit einer Rüstung, die 40 Kilogramm wiegt, zu kämpfen. Das große Ziel des jungen Saarbrückers ist es aber, Stuntman zu werden. Denn das sind auch die Männer, die in Kaltenberg als Ritter in die Arena reiten, sich im Zweikampf zu Fuß und auf dem Pferd mit der Lanze messen. Wie die richtigen Ritter eben – mutig, gut zu Pferd und heldenhaft.

Mehr von Saarbrücker Zeitung