| 20:26 Uhr

Das treibt die Umlage hoch
Grüne wollen die Biosphäre erweitern

Glückliche Hühner entspannen von ihrem harten Hühnertagwerk in der Sonne auf einer Wiese des Wintringer Hofes im Biosphärenreservat.
Glückliche Hühner entspannen von ihrem harten Hühnertagwerk in der Sonne auf einer Wiese des Wintringer Hofes im Biosphärenreservat. FOTO: Oliver Dietze
Regionalverband. Der umweltpolitische Sprecher der Partei, Patrick Ginsbach, schlägt vor, Teile des Regionalverbandes zu integrieren.

Die Grünen haben eine Erweiterung des Biosphärenreservats Bliesgau auf dem Gebiet des Regionalverbandes angeregt. Das teilen die Grünen mit: „Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Regionalverband, Patrick Ginsbach, hat sich dafür ausgesprochen, nicht nur Kleinblittersdorf, sondern auch die südöstlichen Stadtteile Saarbrückens in die Biosphäre miteinzubeziehen.“


Das Biosphärenreservat dürfe nicht weiter an politischen Grenzen enden. Zugleich müsse der Regionalverband endlich Mitglied des Biosphärenzweckverbandes werden, um seinen Beitrag für eine nachhaltige Regionalentwicklung zu leisten.

„Neben Kleinblittersdorf weisen insbesondere die südöstlichen Saarbrücker Stadtteile Ensheim, Eschringen, Fechingen und Bübingen die typische dörfliche Struktur des Bliesgaus auf. Auch unter naturräumlichen Gesichtspunkten gehören diese Gebiete größtenteils zum Vorderen Bliesgau. So existiert dort auf Muschelkalkböden die charakteristische Landschaft aus artenreichen Magerwiesen, wie insbesondere im Naturschutzgebiet Birzberg-Honigsack-Kappelberghang erkennbar“, erklärt Patrick Ginsbach, umweltpolitischer Sprecher der Grünen im Regionalverband. Ergänzt werde diese Landschaft durch wertvolle Waldgebiete, wie man sie im Naturschutzgebiet Woogbachtal finde. Eine nachhaltige Regionalentwicklung durch das Biosphärenreservat sollte nicht weiter an politischen Grenzen enden – meint Ginsbach: „Die Biosphäre dient dem Schutz, der Pflege und der Entwicklung dieser charakteristischen Landschaft genauso wie der Entwicklung ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit. Diese Regionalentwicklung darf nicht an politischen Grenzen enden, sondern muss ganzheitlich betrachtet werden. Daher sollten auch die südöstlichen Saarbrücker Stadtteile miteinbezogen werden.“

Der Regionalverband müsse nun in der betroffenen Region einen breiten Diskussionsprozess starten. An deren Ende könne unter Berücksichtigung der Unesco-Anerkennung die Verordnung über das Biosphärenreservat Bliesgau entsprechend ergänzt werden. Ginsbach: „Zugleich muss der Regionalverband Saarbrücken – wie bereits der Saarpfalz-Kreis – durch eine Mitgliedschaft im Biosphärenzweckverband seinen Beitrag für eine ökonomische, ökologische und sozial nachhaltige Regionalentwicklung leisten.“