Warndt-Förster warnt vor Waldbrandgefahr: Schon eine Zigarettenkippe kann ein Großfeuer entfachen

Warndt-Förster warnt vor Waldbrandgefahr: Schon eine Zigarettenkippe kann ein Großfeuer entfachen

Der Boden ist immer noch staubtrocken. „Es müsste schon eine ganze Woche lang regnen“, sagt Förster Marcel Kiefer. Damit die gegenwärtige Brandgefahr im Wald, auf Feldern und auf Wiesen abnimmt.

Ein heißer Sommer wie diesmal bringt viele Risiken mit sich. Wälder, Wiesen und Felder trocknen aus. Ein kleiner Funke reicht, um Brände zu entfachen. Der Regen der letzten Tage konnte die Waldbrandgefahr nur bedingt mildern. Im Warndt gilt immer noch Gefahrenstufe zwei. "Man muss nur wenige Zentimeter wegkratzen und stößt schon auf staubtrockenen Boden", sagt Marcel Kiefer, Förster im Warndt.

"Es müsste schon eine ganze Woche lang regnen, damit das Wasser bis in die Tiefe durchsickern kann." Trockene Nadeln, Blätter und Äste auf dem Boden können wie Zunder wirken. Am Rande des Warndtwaldweges bei Karlsbrunn zeigt uns der 26-Jährige eine Stelle, an der eine unachtsam in den Wald geworfene Zigarette ein großes Feuer entfachen könnte. "Hier wurden vor zwei Jahren Bäume gefällt. Die Baumkronen lassen wir liegen, um dem Boden genug Nährstoffe zu bieten. Doch dieses Geäst trocknet natürlich auch sehr schnell aus." Kiefer warnt ausdrücklich davor, glimmende Zigaretten auf Wiesen oder in Wälder zu werfen.

Auch offenes Feuer sei untersagt, Grillen solle man nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen. Es gebe allerdings auch andere Gefahren: "Viele Menschen unterschätzen das Risiko und entsorgen Müll im Wald. Doch schon durch eine Glasflasche kann in Verbindung mit der Sonne ein Brand entstehen."

Gartenabfälle bilden Gärungsgase und können zum Brand führen. Aus diesem Grund sei die Entsorgung von Kompost und Pflanzenabfällen im Wald verboten. "Auch heiße Katalysatoren an Autos können gefährlich werden. Daher rate ich, stets nur auf ausgewiesenen, geschotterten Plätzen zu parken", erklärt der Förster.

Doch was, wenn es wirklich mal brennt? Man solle sich erst einmal selbst in Sicherheit bringen. "Bitte unverzüglich die Feuerwehr alarmieren, nicht erst dem Förster Bescheid geben. Denn ich mache auch nichts anderes, als die Feuerwehr zu rufen." Ganz wichtig sei es, sich die Stelle zu merken, an der das Feuer ausgebrochen ist.

"An vielen Stellen im Wald gibt es so genannte Rettungspunkte, an denen Rettungsdienst und Feuerwehr halten und wenden können." Diese seien mit einem grünen Schild mit weißem Kreuz gekennzeichnet und hätten Nummern. "Es reicht, dem Rettungsdienst diese Nummer mitzuteilen und eine kurze Beschreibung, wo in der Nähe es brennt. Oder eine bekannte Örtlichkeit in der Nähe nennen."

In Kiefers Revier ist es in diesem Jahr noch nicht zum Brand gekommen. Er hofft, dass dies auch in Zukunft so bleibt.