Wandern im fürs Volk verbotenen Wald

Wandern im fürs Volk verbotenen Wald

Welche Schafe leben im Warndt? Wie sieht der Alltag eines Schäfers aus? Was hat die Schäferei mit dem Erhalt der Landschaft zu tun? Diese Fragen werden auf einer Wanderung im Warndt beantwortet.

Es ist ein besonderer Weg, der Schäfertrail im Warndt. Am Samstag, 22. August, lädt Ellen Litzenburger von Geographie ohne Grenzen Interessierte ein, sich ganz auf Schafe , Schäfer und Natur einzulassen. Hier kann man Vergangenes erahnen und Neues entdecken. Neben den nützlichen Wollknäueln werden bei der Wanderung auch kulturhistorische Themen angesprochen. Die kostenlose Wanderung umfasst etwa sieben Kilometer und startet um 10 Uhr an der Schutzhütte in der Straße "Zu den Eichen" in Großrosseln-St. Nikolaus. Unterstützt und finanziert wird die Halbtagswanderung durch den Regionalverband Saarbrücken und die Gemeinde Großrosseln .

Entlang des Triebweges der Schäferei Sommer führt der Schäfertrail durch die Warndt-Landschaft westlich von Saarbrücken an der französischen Grenze. Der Warndt ist ein etwa 5000 Hektar großes Waldgebiet. Der Name Warndt-Wald stammt von Verwarnen, denn bis ins 18. Jahrhundert war er fürstliches Jagdrevier und dem Volk verboten. Bis in die 1950er-Jahre wurden die ehemaligen fürstlichen Ländereien landwirtschaftlich genutzt.

Weil sich die Böden aber für eine intensive Landwirtschaft nicht eignen, haben sich die Bauern zurückgezogen. Ehemals landwirtschaftlich genutzte Flächen fielen brach - die offene Landschaft drohte zu verbuschen. Um dem entgegenzuwirken, ziehen Schafe EU-gefördert von Weidefläche zu Weidefläche.

Anmeldung: Tel. (0 68 98) 44 91 12.

Mehr von Saarbrücker Zeitung