Viele Mühen nach der Kohle

Karlsbrunn. Wenn der Steinkohle-Abbau geht, bleiben Brachen zurück. Was fängt man damit an? Dieter Grünewald, Staatssekretär im Umweltministerium, stellte das regionale Projekt "Der Warndt nach dem Bergbau" in einen großen Rahmen. Strukturwandel einerseits, Bevölkerungsrückgang andererseits, das bedeute geringe Nachfrage nach den frei werdenden Bergbau-Flächen

Karlsbrunn. Wenn der Steinkohle-Abbau geht, bleiben Brachen zurück. Was fängt man damit an? Dieter Grünewald, Staatssekretär im Umweltministerium, stellte das regionale Projekt "Der Warndt nach dem Bergbau" in einen großen Rahmen. Strukturwandel einerseits, Bevölkerungsrückgang andererseits, das bedeute geringe Nachfrage nach den frei werdenden Bergbau-Flächen. So müsse man etliche dieser Areale der Natur zurückgeben. . Von den Mühen der Ebene zeugte, was Rudolf Krumm von der RAG Montan Immobilien (MI) und Pascal Gauthier vom Etablissement Public Foncier Lorraine (EPFL) über konkrete Standort-Pläne vortrugen. Zum Beispiel soll in der Forbacher Carrière (Steinbruch) Centrale, der der Nach-Bergbau-Wasseranstieg Seen-Charakter bescheren wird, ein Wassersportzentrum entstehen, dazu ein Zentrum für Reitsport. Die Absinkweiher St. Charles in Großrosseln sollen Biotop bleiben; aber die Finanzierung ist nach wie vor unklar. Die Ex-Grube Velsen könne man museal nutzen, ergänzend zum Weltkulturerbe Völklinger Hütte und zum Musée de la mine in Petite Rosselle; aber der Impuls, beide Institutionen zu gemeinsamer Trägerschaft zusammenzubringen, habe bis dato in Völklingen keine Resonanz gefunden. Das jetzt offiziell beendete Projekt, betreut von der Saarbrücker GIU, hatte im Sommer 2009 begonnen. Kosten: 210 000 Euro.

Mehr von Saarbrücker Zeitung