Ungewohnte Gefühle in Naßweiler

Gott sei Dank, wir haben die Sommerpause ohne bleibende Schäden überstanden! Gut, die WM in Brasilien hat diesmal für Abwechslung gesorgt. Aber ansonsten? Seit Wochen im Fernsehen nur nichtssagende Testspiele und unsinnige Turniere um den Saure-Gurken-Pokal.

Und in der Region? Da gewöhnten wir uns auf den Sportfesten beinahe die Lust am Fußball ab.

Seit dem vergangenen Wochenende jedoch ist Schluss mit Langeweile. Saarlandweit geht es wieder um Punkte, und schon die ersten Ergebnisse verbessern unsere Laune beträchtlich. Beispiel Landesliga Süd: Dort gilt der FV Bischmisheim als haushoher Meisterschaftsfavorit. Der SV Walpershofen jedoch hätte ihm fast ein Bein gestellt. Ein nicht gegebener Elfer für Walpershofen und ein gegebener Elfer für Bischmisheim entschieden die Partie: Walpershofen verlor mit 2:3. Wir werden Walpershofen trotzdem im Auge behalten, da kommt noch was!

Auch den SV Ritterstraße behalten wir im Blick. Der prügelte die Viktoria aus Hühnerfeld mit 6:1 vom Hohberg und wird von uns als Geheimtipp gehandelt.

Oder Beispiel Kreisliga A Warndt: Dort belegt der SV Naßweiler seit Jahren stets den letzten Platz und kommt nie über drei bis vier Punkte pro Saison hinaus. Siege sind für Naßweiler so selten wie Ostereier an Weihnachten. Den letzten Dreier gab's vor über zwei Jahren gegen Wehrden. Am Samstag jedoch eröffnete Naßweiler die Saison mit einem 2:1-Sieg über den SV Klarenthal II und war einen Tag lang Tabellenführer. Das hatte der SVN seit 1994 nicht mehr erlebt. Hoffentlich folgen weitere Dreier, denn nur solche Geschichten verhindern, dass uns der Sommerpausengeschmack wieder sauer aufstößt.

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