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Umbau erspart Mietern den Umzug

Dorf im Warndt. Die Sanierung der Barbara-Siedlung in Dorf im Warndt macht deutliche Fortschritte. Wobei die Eigentümerin der Häuser, die Stiftung für Wohnungsbau der Bergarbeiter (StWB), ausdrücklich Rücksicht nimmt auf die Bedürfnisse der Bewohner Von SZ-Redakteurin Doris Döpke

Dorf im Warndt. Die Sanierung der Barbara-Siedlung in Dorf im Warndt macht deutliche Fortschritte. Wobei die Eigentümerin der Häuser, die Stiftung für Wohnungsbau der Bergarbeiter (StWB), ausdrücklich Rücksicht nimmt auf die Bedürfnisse der Bewohner. Gestern, so berichtet Wohnungsverwalter Keno Zimmer (Foto: bub) von Stiftungs-Tochtergesellschaft StWB Wohnen, bekam eine Mieterin den Schlüssel ausgehändigt für eine der Erdgeschosswohnungen im Gebäude St. Barbarastraße 17. Die Räume wurden vollständig umgebaut - so, dass sie sich nun auch eignen für Menschen, die sich nur mit Hilfe eines Rollators oder eines Rollstuhls bewegen können. Dafür wurde der gesamte Zuschnitt der Wohnung verändert: Ebenso wie in der Nachbarwohnung vergrößerte man Badezimmer und Küche, weil fürs Drehen im Rollstuhl halt mehr Platz nötig ist als "zu Fuß". Ein neuer Außen-Zugang über die (Noch-)Balkone, aus denen durch Anschüttungen ebenerdige Terrassen werden sollen, wird in den nächsten Wochen folgen. In diesem Haus und auch in den Nachbargebäuden; die Pläne für die barrierefreie Erschließung sind nach Zimmers Auskunft fix und fertig. Die neue Erdgeschoss-Bewohnerin, eine ältere Dame, lebt schon lange in der Siedlung. Und wollte, auch nachdem sie Witwe geworden war, gern im vertrauten Umfeld bleiben. Das aber, sagt Zimmer, wäre in der bisherigen Obergeschosswohnung nicht möglich gewesen: Mit einem Rollator kann man schlecht Treppen steigen. Der Umzug ins umgebaute Erdgeschoss war die Lösung. Für Zimmer eine Ermutigung mehr, bei der Siedlungs-Sanierung auf Barrierefreiheit zu achten. Beim Straßenbau etwa. Da wird es nun auch Gehwegabsenkungen geben; nachträglich, anfangs waren die 19 Stellen, an denen die Bordsteine ganz flach gehalten sind, gar nicht eingeplant. Die dadurch entstehenden Zusatzkosten teilen sich RAG, StWB und Kommune. Kanal- und Straßenbauarbeiten, im Herbst 2008 begonnen, sind nach Zimmers Bericht im Zeitplan. Voraussichtlich im April kommenden Jahres werde das erneuerte Netz an die Gemeinde Großrosseln übergeben. Das Gröbste hofft Zimmer aber schon bis Weihnachten fertig zu haben.




Auf einen BlickDie Barbara-Siedlung in Dorf im Warndt mit 268 Wohnungen, 1963 als Werkssiedlung für die nahe Grube Warndt gebaut, gehört heute der Stiftung für Wohnungsbau der Bergarbeiter (StWB). Diese lässt dort seit Herbst 2008 Kanäle und Straßen sanieren und nach und nach die Wohnungen modernisieren, um die Siedlung auf lange Sicht lebendig zu halten. dd