So schmeckt der Warndt

Von Wein, Honig und Wurst bis hin zum Brot aus Lauterbach oder dem veredelten Trinkwasser des Wasserzweckverbandes: Am Wochenende konnten Besucher bei der Ausstellung „Warndtprodukte genießen“ wieder ausgiebig kulinarische Köstlichkeiten probieren.

"Hunde müssen draußen bleiben!", informiert das Schild am Zelteingang. Aus Hygienegründen haben sie keinen Zutritt, wegen der offenen Lebensmittel. Die zweibeinigen Feinschmecker hingegen sind herzlich willkommen. Und offensichtlich fühlen sie sich pudelwohl: Viele Warndtprodukte-Liebhaber folgen am Wochenende der Einladung der Gemeinde Großrosseln und besuchen die elfte Auflage der Verkaufs- und Präsentationsausstellung.

Die Gäste schreiben einen Brief an den Nikolaus, schauen dem Korbflechter über die Schulter, plaudern mit alten Bekannten. Oder sie probieren die leckeren Häppchen. Einige kosten das mit Limonade veredelte Trinkwasser des Wasserzweckverbandes, andere beißen in appetitliche Wurststückchen. "Darf es sonst noch was sein?", fragen die freundlichen Händler auf dem Karlsbrunner Festplatz.

Besucherin Gertrud Isberner-Faust ist überrascht von der Vielfalt regionaler Produkte. Und sie ist beeindruckt von der hervorragenden Qualität. "Es schmeckt alles ausgezeichnet", versichert die Kundin vom Völklinger Heidstock am Samstag kurz nach Mittag. Sie nimmt unter anderem ein Brot und Prospekte über Wanderwege und Sehenswürdigkeiten mit nach Hause. Die anderen Naturwarenfans werden ebenfalls fündig: Die Auswahl, die die rund 30 Firmen und Vereine präsentieren, ist riesig. Den Imkerhonig gibt's im Glas, den Wein in der Flasche und das Sauerkraut im Beutel. Die Produkte landen in Tüten, im Kinderwagen oder in den Armen des Begleiters.

"So, jetzt noch die Kartoffeln!", entscheidet eine Dame, nachdem die großen Apfelsaft-Kartons verstaut sind. Und was sagen die Aussteller, wie laufen die Geschäfte? "Wunderbar!", schwärmt Esther Zimmer am Stand des Backhaus-Vereins. Die Sauerteigbrote aus Lauterbach gehen weg wie warme Semmeln.

Maria Magdalena Meyer aus Friedrichsweiler hat unter anderem Haut-Haare-Nägel-Tee mit viel Kieselsäure im Angebot. Die Kräuterexpertin, die erstmals bei der Veranstaltung mit von der Partie ist, lobt die "gute Stimmung" und den "schönen Austausch" mit den Kollegen. Gerne leiht ihr der Pilz-Fachmann vom Nachbarstand ein Messer aus - zum Zerteilen der Energiekugeln in kleine Probier-Stückchen. Die Händler informieren über Herkunft und Herstellung ihrer Ware. Und natürlich wird auch kräftig die Werbetrommel gerührt. Wer etwa zum hölzernen Vogelhäuschen greift, erwirbt "Qualität zu fairen Preisen".

"Einzigartig! Die erste Outdoorkerze, die auch bei Regen und Sturm brennt", verspricht Sabine Traut. Die Probe aufs Exempel zeigt: Ein kräftiges Pusten steckt die Kerze locker weg. Die Flamme zuckt kurz, dann steht sie wieder wie eine Eins. "Das Geheimnis ist das Wachs", verrät die Händlerin aus Wadgassen.