| 20:36 Uhr

Jagdschloss Karlsbrunn
Schloss-Umbau beginnt mit Verspätung

Das Jagdschloss Karlsbrunn, vom Forstgarten aus gesehen. Unser Bild entstand bei einer Führung, bei der Karl-Ernst Kugler den Besuchern erzählte von der Schloss-Geschichte. Kultur-Veranstaltungen wie diese sollen das barocke Denkmal künftig öfter beleben. Und auch Gastronomie soll regelmäßig Gäste auf das historische Areal locken.
Das Jagdschloss Karlsbrunn, vom Forstgarten aus gesehen. Unser Bild entstand bei einer Führung, bei der Karl-Ernst Kugler den Besuchern erzählte von der Schloss-Geschichte. Kultur-Veranstaltungen wie diese sollen das barocke Denkmal künftig öfter beleben. Und auch Gastronomie soll regelmäßig Gäste auf das historische Areal locken. FOTO: rup / Rolf Ruppenthal
Karlsbrunn. Bautechnische Änderungen sind nötig bei der Sanierung des Jagdschlosses Karlsbrunn. Dadurch werden die Bauarbeiter wohl erst Anfang 2019 anrücken. Aber die Zuschüsse stehen nach wie vor parat. Von Thomas Annen

Das Konzept für die zukünftige Nutzung des ehemaligen Jagdschlosses Karlsbrunn steht schon länger: Die Gastronomie im Haupthaus wird ausgeweitet, im Nordflügel ist ein Raum für Kultur geplant, der Südflügel soll als Veranstaltungsraum genutzt werden. Die Sanierung und der Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes starten allerdings später als geplant.


Vor einem halben Jahr hofften die Verantwortlichen des Zweckverbandes Regionalentwicklung Warndt noch, dass die Handwerker im August 2018 anrücken könnten. Jetzt geht man davon aus, dass die Bauarbeiten im Februar 2019 starten. Grund für die Verzögerung sind Änderungen in der technischen Ausrüstung. Am Dienstagnachmittag erläuterte Zweckverbands-Geschäftsführer Daniel Albert der Verbandsversammlung den aktuellen Sachstand.

Der Veranstaltungsraum erhält eine Lüftungsanlage mit Klimatisierung. Ursprünglich wollte man darauf aus Kostengründen verzichten. Unter anderem Bedenken des Denkmalschutzes haben zu einer weiteren Änderung geführt: Statt mit einer Luftwärmepumpe wird das Gebäude mit Hilfe einer Gastherme beheizt. Und die notwendige statische Stabilisierung des Südflügels erfolgt nicht mit Stahlbeton, sondern mit Stahl.



Ein Architekturbüro kümmert sich um die Korrektur des Bauantrags, einstimmig wurde ein entsprechender Auftrag in Höhe von 15 274 Euro vergeben. Die Änderungen sind bereits mit der Unteren Bauaufsicht des Regionalverbandes abgesprochen. Verbandsvorsteher Jörg Dreistadt – der Sozialdemokrat ist zugleich Großrosseler Bürgermeister – erwartet eine zügige Genehmigung.

Läuft alles nach Plan, werden die Förderanträge Anfang September gestellt.  Der Zweckverband rechnet mit Zuschüssen von insgesamt etwa 1,6 Millionen Euro von Bund und Land. Geschäftsführer Albert hofft, dass die Zuschussgeber im Oktober oder November grünes Licht geben. Die Arbeiten könnten dann im Dezember ausgeschrieben werden und im Februar 2019 starten. Geplantes Ende: Mai 2020.

Der zukünftige Betreiber des Jagdschlosses soll schon während der Bauphase mit eingebunden werden, betonte Dreistadt. Für das Gebäude sucht der Zweckverband einen Gastronomen als Pächter. Den Einnahmen durch die Vermietung der Räume stehen die Kosten gegenüber, die auch nach dem Umbau auf den Zweckverband zukommen – für Instandhaltung und Betrieb des Gebäudes sowie für die Pflege des Forstgartens.

Zu Beginn der Sitzung wurde im Jagdschloss der Zweckverbands-Haushalt 2018 beschlossen. Er schließt mit Fehlbeträgen, 12 000 Euro im Ergebnishaushalt und 11 500 Euro im Finanzhaushalt. Das Landesverwaltungsamt, erläuterte Albert, habe bereits die Genehmigung signalisiert.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde Großrosselns Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD) als Verbandsvorsteher bestätigt. Völklingens Oberbürgermeisterin Christiane Blatt (SPD) wählten die Mitglieder zu seiner Stellvertreterin. Sie übernimmt das Amt vom ehemaligen Völklinger Bürgermeister Wolfgang Bintz (CDU).

Wiedergewählt: Jörg Dreistadt.
Wiedergewählt: Jörg Dreistadt. FOTO: Doris Döpke
Neu gewählt: Christiane Blatt.
Neu gewählt: Christiane Blatt. FOTO: BeckerBredel
Sanierungsbedürftig: Das Dachgeschoss des so genannten Turmzimmers lässt sich im aktuellen Zustand kaum nutzen, es ist bislang auch nur über eine uralte, sehr steile Treppe erreichbar.
Sanierungsbedürftig: Das Dachgeschoss des so genannten Turmzimmers lässt sich im aktuellen Zustand kaum nutzen, es ist bislang auch nur über eine uralte, sehr steile Treppe erreichbar. FOTO: BeckerBredel / bub/fb