Rosseler Wehrleute haben Katastrophen im Griff

St. Nikolaus. Gegen 16.15 Uhr trifft das erste Feuerwehrfahrzeug in der Naßweiler Straße ein. Das Szenario, mit dem sich die Großrosseler Wehr am Samstag während ihrer Jahreshauptübung konfrontiert sieht, ist bedrohlich: Beim Kochen im Keller des Gasthauses Zur Post fliegt eine Propangasflasche in die Luft. Schnell breitet sich ein Brand im ganzen Gebäude aus

St. Nikolaus. Gegen 16.15 Uhr trifft das erste Feuerwehrfahrzeug in der Naßweiler Straße ein. Das Szenario, mit dem sich die Großrosseler Wehr am Samstag während ihrer Jahreshauptübung konfrontiert sieht, ist bedrohlich: Beim Kochen im Keller des Gasthauses Zur Post fliegt eine Propangasflasche in die Luft. Schnell breitet sich ein Brand im ganzen Gebäude aus. Mehrere Personen werden vermisst. Doch damit nicht genug: Ein Autofahrer erschrickt bei der Explosion, fährt seinen Wagen gegen die Mauer und wird eingeklemmt. Wenige Minuten nach der Alarmierung sind alle sechs Löschbezirke in St. Nikolaus im Einsatz. Unterstützt werden die Rosseler Wehrleute von ihren Kollegen aus Völklingen. Der Löschbezirk Ludweiler rückt mit einer Drehleiter an. Umsichtig koordiniert Einsatzleiter Thomas Frey 82 Feuerwehrmänner und -frauen. Der stellvertretende Wehrführer arbeitet eng mit dem DRK zusammen. Sanitäter aus Dorf im Warndt, Großrosseln, Emmersweiler kümmern sich um Verletzte. Über Lautsprecher werden die Zuschauer über den Ablauf informiert. Schnell läuft die Rettungsmaschinerie auf Hochtouren: Atemschutzgeräte werden angelegt, Steckleitern in Position gebracht, benachbarte Gebäude durch Sprühstrahl von den Flammen abgeschirmt. Von innen und außen bekämpfen die Angrifftrupps das Feuer. Auch wenn die Zeit drängt, gilt der Grundsatz: Sicherheit vor Schnelligkeit. Ganz genau wird kontrolliert, wie lange die Pressluft der Wehrleute im brennenden Gebäude reicht. Auch bei der Rettung des eingeklemmten Fahrers arbeiten sich die Helfer behutsam vor. Damit das Glas beim Zerschlagen nicht splittert, werden die Scheiben abgeklebt; anschließend zerlegen die Fachleute das Auto hydraulisch mit Spreizer und Schere. Tücher auf den scharfen Kanten schützen beim Abtransport des Fahrers. Nach einer halben Stunde ist der Spuk vorbei. Die Bilanz: Sieben gerettete Verletzte, keine Toten. "Die Übung ist erfolgreich abgelaufen", versichert Wehrführer Fritz Schido. Und auch der Chef der Wehr findet lobende Worte für die schlagkräftige Truppe. "Unsere Feuerwehr hat gezeigt, dass sie sehr motiviert ist", stellt Bürgermeister Peter Duchene fest. Motiviert bis in die Haarspitzen präsentierte sich zuvor bereits der Nachwuchs. Während ihrer Übung zeigten die Jungs und Mädchen der Jugendwehr, dass auch sie schon das kleine Einmaleins der Brandbekämpfung beherrschen.

Auf einen BlickNach der Übung wurden Werner Zimmer und Thomas Hoppstädter je zum Brandmeister befördert. Beförderungen zum Oberlöschmeister: Mario Müller, Alwin Seger, Thomas Tomczyk. Zum Löschmeister: Andreas Klesius. Zum Hauptfeuerwehrmann: Jens Schäfer. Zum Oberfeuerwehrmann: Carsten Beck, Mike Franz, Sebastian Fretter, Daniel Tries. Zum Feuerwehrmann: Markus Neumann, Sebastian Schubert, Mandy Rupp, Gregor Winter, Michael Teichmann, Manuel Uhlig, Tobias Sauer, Björn Hector, Andreas Otte, Simon Otte, Johannes Rech, Björn Dirk, Markus Kohl. tan

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