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Rosseler Haushaltsplan auf Kante genäht

Rosseler Haushaltsplan auf Kante genäht

Das Geld ist weiterhin knapp bemessen. Doch die Gemeinde Großrosseln investiert immerhin in ein Feuerwehrgerätehaus und plant eine neue Veranstaltungshalle in Karlsbrunn. Der Gemeinderat beschloss jetzt einstimmig den Haushaltsplan fürs Jahr 2016.

2014 hatte der Gemeinderat den Großrosseler Haushalt erst im November unter Dach und Fach gebracht, im Folgejahr war das Zahlenwerk im Juni fertig. Diesmal haben die Kommunalpolitiker ihre Hausaufgaben noch schneller erledigt. Am Donnerstagabend wurden Ergebnis- und Finanzhaushalt sowie Stellenplan und Haushaltssatzung einstimmig verabschiedet.

Kämmerer Daniel Albert erläuterte die Zahlen. Das voraussichtliche jahresbezogene Defizit beläuft sich auf 1,26 Millionen Euro. Die gute Nachricht: Das Ergebnis fällt um rund 292 000 Euro besser aus als 2015. Dazu tragen unter anderem höhere Steuereinnahmen bei. Die Nettoneuverschuldung beträgt 596 000 Euro, das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 2,5 Million Euro.

Geld fürs Gerätehaus

Geld wird beispielsweise in die Hand genommen für den Umbau des Feuerwehrgerätehauses Dorf im Warndt und die Erneuerung der Lärmschutzwand Dorf im Warndt. In die Planung der neuen Veranstaltungshalle in Karlsbrunn fließen 50 000 Euro. Die Haushaltslage, so Albert, sei weiterhin "stark angespannt und labil". Der Etat muss nun noch von der Aufsichtsbehörde genehmigt werden.

Ebenfalls einstimmig wurde in der Rosseltalhalle der Bebauungsplan "Ortsmitte Naßweiler" als Satzung beschlossen. Damit soll eine Ausbreitung des Glücksspielgeschäfts vom Bremerhof aus verhindert werden.

Zum Geltungsbereich gehören ein Teil des Bremerhofs sowie die Straßen Im Jungholz, Am Kirchberg und Nassaustraße. Seit Juni 2005 galt bereits eine Veränderungssperre. Sie ermöglichte es der Gemeindeverwaltung, in dem ausgewiesenen Bereich Anträge zur Errichtung von Geldspielautomaten in Schank- und Speisewirtschaften abzulehnen.

Bremse fürs Glücksspiel

Auch in St. Nikolaus wird zur Zeit ein Bebauungsplan aufgestellt - ebenfalls mit dem Ziel, der befürchteten Ausbreitung des Glücksspielgeschäfts einen Riegel vorzuschieben. Dieselbe Vorgehensweise ist in den Gemeindebezirken Emmersweiler und Großrosseln geplant.