Rennen durch Matsch und Hindernisse in Naßweiler

Ab in den Batsch : Vergnüglich nass in Naßweiler

Durch Schlamm und Hindernisse ging es für etwa 1200 Teilnehmer beim grenzüberscheitenden „Toughrun“.

Hier dürfen auch Erwachsene im Batsch spielen – oder besser gesagt: durch Batsch und Matsch laufen: Im Großrosseller Ortsteil Naßweiler startete am Samstag der „CosmosDirekt Toughrun 2019“ unter dem Motto „Ab in de Batsch für Groß und Klein“. „Toughrun“ lässt sich dabei als „Hartes Rennen“ übersetzen. Erstmals gab es diesmal auch einen „Mini-Toughrun“ für Kinder von sechs bis zwölf Jahren.

Es war die neunte Veranstaltung dieser Art im Saarland, zum zweiten Mal war die Motocross-Strecke des MCC Warndt der Ausrichtungsort für den Extremhindernislauf, bei dem es insbesondere ums Vergnügen ging. Denn das Ganze war auch als grenzüber­schreitendes Fest für die rund 1200 Teilnehmer und die gesamte Region gedacht, denn die Zwölf-Kilometer-Laufroute führte auch über die Grenze ins benachbarte Frankreich. Kooperiert hat man dabei mit den Veranstaltern des „NaborRaid“, einem Extrem­hindernislauf im französischen  Saint Avold: „Wir erhoffen uns, dass der Lauf dadurch auch in Frankreich noch bekannter wird. Unser Ziel ist eine deutsch-französische Laufparty – also Spaß und Sport mit Freunden für die ganze Region“, betont Fabian Theobald, zuständiger Projektleiter bei CosmosDirekt.

Auch für den Kinderlauf gab es einen Kooperationspartner, den verein „Waldritter-Südwest“. Die Kinder-Strecke war natürlich kürzer, doch auch hier gab es viele Hindernisse – und ganz, ganz viel Batsch. Zum Rahmenprogramm gehörten Musik, eine deutsch-französischen Moderation, Aufwärmtraining mit der „Batschqueen“ und den United Emerald Cheerleadern, sowie einer Ausstellungsfläche für Unter­nehmen aus der Region. 

„Die Grundidee des Laufs ist, Sport mit Freunden zu treiben“, heißt es in einer Mitteilung der Gemeindeverwaltung Großrosseln, die den Lauf ebenfalls unterstützt. Es gab zwar keine Zeitnahme, dennoch wurden Preise verliehen, beispielsweise für die teuersten Kostüme, die zwei Läuferinnen erhielten, die in ihren Original-Brautkleidern angetreten waren, oder für die „Superwomen“ der Gemeinde Großrosseln. Das Schikanen-Team hatte sich beim Vorbereiten des Parcours neue, kreative Hindernisse mit viel Wasser und Schlamm einfallen lassen. „Erhalten blieben beliebte Hindernisse wie das Battlefield und die Motocross-Strecke – mit 1100 Metern die wahrscheinlich längste Schikane der Welt“, heißt es in der Mitteilung aus Großrosseln. „Wir haben aber auch neue Schikanen entwickelt, um den Wunsch nach noch mehr Schlamm zu erfüllen“, so Tim Maus, technischer Leiter des Toughruns. So gab es wieder „Schlamm Pools“ und Wassergräben, die für nicht immer ganz freiwillige Erfrischungen sorgten.

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