Regionale Spezialitäten und ein Uhu als Gast

Regionale Spezialitäten und ein Uhu als Gast

Karlsbrunn. Zum fünften Mal hatte die Direktvermarktungsinitiative "Warndtprodukte genießen" am vergangenen Wochenende zur Verkaufs- und Präsentationsausstellung auf den Karlsbrunner Festplatz eingeladen. 29 Aussteller - fünf mehr als im vergangenen Jahr - boten zahlreiche regionale und ökologisch hergestellte Produkte aus dem Warndt an

Karlsbrunn. Zum fünften Mal hatte die Direktvermarktungsinitiative "Warndtprodukte genießen" am vergangenen Wochenende zur Verkaufs- und Präsentationsausstellung auf den Karlsbrunner Festplatz eingeladen. 29 Aussteller - fünf mehr als im vergangenen Jahr - boten zahlreiche regionale und ökologisch hergestellte Produkte aus dem Warndt an. Von der Heidschnucken-Salami bis zum Rehschinken, von selbst gemachtem Honig, Marmelade, Öl und Senf sowie edle Schnäpse, Liköre und Säfte konnte alles probiert und gekauft werden. Manche Produkte fielen auch durch eine besonders originelle Präsentation auf, wie die aus vollen Nudelpäckchen hergestellten Weihnachtsmänner und Engel. 2000 Besucher, schätzte gestern Organisator Wilhelm Wagner, haben am Wochenende das beheizte Zelt besucht. "Mehr hätten auch nicht rein gepasst", und weiter, "Das Projekt ,Warndtprodukte genießen' ist eine Erfolgsgeschichte geworden. Die Aussteller sind mehr als zufrieden. Viele meldeten ,Ausverkauft!' wie etwa die Jäger. Die hatten nichts mehr." Neben den Köstlichkeiten wurden vor allem auch Handarbeiten aus Holz angeboten. Dieter Gräßer aus Ludweiler stellte Holzschweinchen, Holzvögel und Glückspilze aus, bot auch selbst gemachte Vogelhäuser an, begleitet von lustigen Sprüchen: "Bei mir kann man ohne jeden Bausparvertrag, Kredit und Notar ein Haus erwerben", erklärte er schmunzelnd. Auch handgeflochtene Körbe konnten von den Besuchern erworben werden. Neben den Kaufangeboten gab es auch interessante Informationen über den Warndt. So stellte sich der Verein Landschaftspflege im Warndt vor. Und zum Thema Holzverarbeitung erfuhren die Besucher ebenfalls interessante Details. Das neu erworbene Wissen über den Warndt durften die Gäste dann in einem Quiz testen. Dabei gab es einen außergewöhnlichen Preis zu gewinnen: ein Original Karlsbrunner Wildschaukelschwein, das im Rahmen eines Hochschul-Projektes von Studentin Christine Schlösser entworfen worden war. Aber auch für die kleinen Besucher hatten die Organisatoren gesorgt. Während ihre Eltern nach Lust und Laune schlemmten, durften die Kids Laternen basteln. Die Leuchtkörper präsentierten sie gegen Abend in einer kurzen Wanderung. Höhepunkt allerdings für die Kleinen war zweifelsfrei ein 36-Wochen junger Uhu auf dem Handschuh seines Besitzers.Am Montag dann hieß es abbauen. Noch bis in den frühen Nachmittag waren die Männer vor Ort am arbeiten, berichtete Wilhelm Wagner. Seine Bilanz: "Trotz des Erfolges, größer sollte die Ausstellung nicht werden. So wie sie jetzt ist, ist sie familiär und genau richtig."

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