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Rat schafft Luft für neue Baustellen

Rat schafft Luft für neue Baustellen

Theoretisch gab's in Großrosseln noch 136 Baustellen auf zwei so genannten Reserveflächen. Diese standen aber nur auf dem Papier. Wenn sie jetzt aus dem Flächenutzungsplan gestrichen werden, wird der Weg für kleinere Neubaugebiete frei.

Mit einer Aufhebung von so genannten Reserveflächen im Flächennutzungsplan soll der Weg für kleine Neubaugebiete und Ortsabrundungen in der Gemeinde Großrosseln freigemacht werden. Geschlossen stimmte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstagabend den entsprechenden Änderungen zu. Mit der Aufhebung der beiden Reserveflächen Sommerflur in Großrosseln und Spitteler Weg in Karlsbrunn soll erreicht werden, dass insgesamt 136 Wohneinheiten aus der Baulückenbilanz herausfallen. Im Landesentwicklungsplan Siedlung, der Obergrenzen setzt, wurden diese Reserveflächen bisher neben den privaten Baulücken auf den künftigen Wohnraumbedarf in der Gemeinde angerechnet.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat den Jahresabschluss des Kernhaushaltes für das Jahr 2011. Erträgen von 11,27 Millionen Euro stehen Aufwendungen von 13,48 Millionen Euro gegenüber. Der Jahresfehlbetrag von 2,21 Millionen Euro wird durch die allgemeine Rücklage ausgeglichen.

Das Ergebnis, erklärte Kämmerer Daniel Albert, sei 1,4 Millionen Euro besser als ursprünglich geplant. Ein weiteres positives Signal: Im Jahr 2010 war der Verlust 250 000 Euro höher. Grund zur Entwarnung gibt es aber nicht. Die Jahresabschlüsse der Folgejahre, erläuterte Albert, werden unterm Strich wohl auch keinen Gewinn aufweisen. Der Haushalt 2016 wurde vom Gemeinderat im April verabschiedet. Laut Kämmerer hat die Kommunalaufsicht im Innenministerium angekündigt, ihn noch im Juli zu genehmigen.

In der Rosseltalhalle wurden auch einige Bauaufträge vergeben. In Karlsbrunn wird ein 100 Meter langer Stichkanal für die Anwesen der Schlossstraße 35 bis 48 gebaut. Der Zuschlag für die Planung und Überwachung der Maßnahme ging für 20 500 Euro an ein Saarbrücker Ingenieurbüro.

Die Instandsetzung des alten Marktplatzes in der Großrosseler Ortsmitte durch ein Wadgasser Unternehmen lässt sich die Gemeinde 13 800 Euro kosten. Der auf einer Teilfläche aufgebrachte Schotter wird durch Pflastersteine ersetzt. Die Anschaffung von Pollern, Bänken und Mülleimern kostet weitere 8000 Euro.

Für 27 700 Euro wird eine Hanauer Firma die Asphaltdeckschichten in der Schulstraße und in einem Teilbereich der Karlsbrunner Straße sanieren.