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Rat Großrosseln reduziert Pläne für Dorfgemeinschaftshaus Karlsbrunn

GROSSROSSELN : Dorf-Haus Karlsbrunn: Rat greift zum Rotstift

Im Großrosseler Ortsteil Karlsbrunn fehlt eine Versammlungsstätte. Als die örtliche Turnhalle Ende 2014 von der Gemeinde wegen massiver Baumängel geschlossen wurde, mussten sich die Vereine eine neue Bleibe suchen.

Jetzt zeigt sich Licht am Ende des Tunnels: Am Donnerstag stimmte der Gemeinderat geschlossen der aktuellen Planung für den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses zu. Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf knapp 1,4 Millionen Euro. Bürgermeister Dominik Jochum (CDU) wurde beauftragt, die notwendigen Mittel in das kommende Investitionsprogramm einzuarbeiten und mögliche Fördermöglichkeiten abzuklären.

Das Dorfgemeinschaftshaus soll in der Ortsmitte gebaut werden, dort, wo zurzeit noch das ehemalige Warndthotel Waibel steht. Während des hohen Flüchtlingsaufkommens 2014 hatte die Gemeinde das Gebäude erworben, um Asylsuchende unterzubringen. Mittlerweile steht die Immobilie leer. Und sie ist marode. Eine Sanierung wäre zu teuer.

Bereits im November 2021 hatte die Verwaltung im Rat eine Vorentwurfsplanung präsentiert. Doch diesen Plan umzusetzen hätte rund 1,9 Millionen Euro gekostet. Vom Land, erläuterte der Bürgermeister, sei eine Förderung von maximal 860 000 Euro in Aussicht gestellt worden. Etwa 1,1 Millionen Euro hätte die Gemeinde selbst schultern müssen. Laut Jochum war sich die Verwaltung einig: „Das ist so für uns nicht finanzierbar.“ Auch weil mit dem Umbau der ehemaligen Grundschule zur Kindertagesstätte noch ein weiteres Bau-Großprojekt in Großrosseln ansteht.

Deshalb wurde am Entwurf der Rotstift angesetzt: Der Neubau fällt nun kleiner aus als ursprünglich geplant. Außerdem reduziert man die Ausstattung: Gestrichen wurden zum Beispiel die Garderobe und der Sonnenschutz. Und statt Parkett wird Linoleum verlegt. Nach den Einsparungen liegt der Eigenanteil der Gemeinde nur noch bei rund 600 000 Euro.