Nichts an Stolz verloren

Im Warndtdorf haben die Berg- und Hüttenleute am Donnerstag gleich zwei Gründe zum Feiern gehabt: die Verbundenheit mit der heiligen Barbara, die tief in der Tradition wurzelt, und das Vereinsjubiläum.

Tradition erhalten, Brauchtum pflegen, Kulturgut bewahren. Diese Ziele haben sich die Berg- und Hüttenleute Dorf im Warndt auf ihre Fahne geschrieben. Am Donnerstag hat die Vereinigung doppelten Grund zur Freude: Neben der Barbarafeier steht das 25-jährige Vereinsjubiläum auf dem Programm.

Nach der Kranzniederlegung und dem Kirchgang ziehen die Berg- und Hüttenleute mit befreundeten Vereinen zur Mehrzweckhalle. Unter der Leitung von Dirigent Bernhard Stopp spielt dort die Bergkapelle der RAG an der Saar. Der Steigermarsch darf natürlich nicht fehlen. Der Einladung zum Mitsingen folgt das Publikum gerne. "Glück auf, Glück auf! Der Steiger kommt!", schallt es durch die voll besetzte Halle. Viele Gäste feiern mit, sogar der Nikolaus schaut vorbei. Schirmherr Reinhard Klimmt betont seine Verbundenheit mit den Bergleuten. "Wir müssen, wir wollen das Erbe bewahren", sagt der ehemalige saarländische Ministerpräsident.

Auch Ehrungen stehen auf der Tagesordnung. Gründungsmitglieder und Mitglieder, die dem Verein bis Ende 1989 beigetreten sind, erhalten eine Auszeichnung. Delf Slotta, Kenner saarländischer Industrie- und Bergbaukultur, und Pfarrer Lothar Stoffel werden zu Ehrenhauern geschlagen. "Willkommen im Club der Bergleute", verkündet der Vereinsvorsitzende Norbert Wagner nach der Zeremonie.

Gegen Ende der Feier gibt es dann noch eine musikalische Überraschung. Anlässlich des Vereinsjubiläums haben die Berg- und Hüttenleute einen Knappenchor gegründet - und bringen sich selbst ein Ständchen.