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Naßweiler mit Nachholbedarf

Kanalbaustellen prägen weiter das Bild; hier der Ortsrat bei einer Besichtigung. Archivfoto: Jenal
Kanalbaustellen prägen weiter das Bild; hier der Ortsrat bei einer Besichtigung. Archivfoto: Jenal
Naßweiler. Der Bergbau von französischer Seite aus hat in Naßweiler Millionenschäden verursacht und lange jegliche Entwicklung blockiert. An den entsprechenden Nachholbedarf hat Ortsvorsteher Hans-Werner Franzen erneut erinnert. tan

Das Gemeinde-Investitionsprogramm stand am Donnerstagabend auf der Tagesordnung des Ortsrates Naßweiler . Im Kernhaushalt sind 2016 drei Maßnahmen vorgesehen. Von den 250 000 Euro , die für die energetische Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses eingeplant sind, werden 225 000 Euro durch Zuschüsse gedeckt. Mit dem Beginn der Arbeiten, erläuterte Ortsvorsteher Hans-Werner Franzen (SPD ), sei allerdings erst in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres zu rechnen. Für die derzeit laufende Straßenerneuerung "Nassaustraße/Im Jungholz" sind 100 000 Euro vorgesehen. Die Herstellung der Straße und der Gehwege im Neubaugebiet Am Hirtengraben schlägt mit 125 000 Euro zu Buche. Franzen wies darauf hin, dass die Anlieger für den Endausbau nichts zahlen müssen. Mit den Arbeiten werde voraussichtlich Mitte November begonnen.


"Ich war angenehm überrascht", sagte der Ortsvorsteher mit Blick auf die 2020 geplante Erneuerung des Naßweiler Sportplatzes. Bereits 2019 soll die Straße Bremerhof für eine halbe Million Euro saniert werden.

Die Kommunalpolitiker meldeten zusätzliche Wünsche an: Für die Neugestaltung des Kirmesplatzes und des benachbarten Kinderspielplatzes will man 2017 insgesamt 35 000 Euro einstellen. Und in die Erweiterung der Straßenbeleuchtung sollen von 2017 bis 2020 jeweils 2500 Euro investiert werden.



Außerdem sprachen sich die Ortsratsmitglieder für den Bau eines Rad- und Fußweges entlang der Landstraße zwischen Emmersweiler und Naßweiler aus. Die Verwaltung soll prüfen, ob es dafür Fördermittel gibt.

Während der Beratungen erinnerte Franzen an die besondere Situation in Naßweiler . Wegen der durch den französischen Bergbau verursachten Schäden bestehe noch großer Nachholbedarf. Auch der lange Streit mit der Charbonnages de France (CdF) habe viele Aktivitäten und Maßnahmen im Ort verhindert.

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass weiter kräftig ins Kanalnetz investiert wird: Laut Sonderrechnung Abwasser sind in der St. Nikolauser Straße, der Nassaustraße sowie in den Straßen Am Kirchberg und Bremerhof Maßnahmen vorgesehen. Mit den Ergänzungen zum Kernhaushalt wurde das Investitionsprogramm einstimmig angenommen.