Mit einem Rumpfteam in die Saison

Manuel Haag hat es nicht leicht. Der Spielertrainer des SV Karlsbrunn kann in der Vorbereitung auf die neue Verbandsliga-Saison bisher nur auf elf bis 13 Spieler zurückgreifen. Das spiegelt sich in den Testspiel-Ergebnissen wieder.

"Die Jungs ziehen im Training wirklich gut mit. Also diejenigen, die kommen können", sagt Manuel Haag mit einem Schuss Galgenhumor. Der 28-jährige Spielertrainer des Fußball-Verbandsligisten SV Karlsbrunn hat vor dem Saisonstart seiner Elf am Sonntag, 7. August, gegen den 1. FC Reimsbach große personelle Sorgen . Nur elf bis 13 Spieler kann Haag momentan im Training begrüßen. Das Verletzungspech, das Karlsbrunn bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison verfolgt hat, klebt dem Verein weiter hartnäckig an den Fersen.

Mittelfeldspieler Michael Müller laboriert seit Monaten an einem Kreuzbandriss. Manuel Jäschke hat sich das Innenband im Knie gerissen. Mittelfeldspieler Stefan Schäfer hat seine Blutkrebs-Erkrankung zwar nach einer erfolgreichen Stammzellen-Transplantation besiegt, an Fußball ist für den 25-Jährigen derzeit aber noch nicht zu denken. Auch die Neuzugänge Aziz Benachour (Zerrung) und Benjamin Niegemann (Wadenprobleme) fallen derzeit aus. Andere Spieler sind erkrankt oder im Urlaub. "Optimal ist das natürlich nicht. Eigentlich sollten wir so kurz vor dem Saisonstart an Taktik, Spritzigkeit und Standards arbeiten. Aber für die Spieler, die neu ins Training einsteigen, muss ich immer mal wieder eine Konditions-Einheit einschieben. Der Stand der Vorbereitung ist bei vielen unterschiedlich, das macht die Arbeit nicht leichter", erklärt Haag.

Die Testspielergebnisse spiegeln die durchwachsene Vorbereitung wider. Gegen den Bezirksligisten SV Friedrichweiler verlor Karlsbrunn zuletzt mit 1:2. Weitere Niederlagen setzte es gegen Landesligist SV Ritterstraße (0:1) und Oberligist FV Diefflen (0:6). Gegen den SV Geislautern trennte sich Karlsbrunn 3:3. Gegen Landesligist SV Ludweiler gelang ein 4:0-Sieg.

Unproblematisch gestaltet sich hingegen die Integration der acht Neuzugänge. "Das bereitet uns die wenigste Mühe. Das sind alles gute Jungs. Die sportliche Qualität stimmt, auch wenn es einigen noch an Erfahrung fehlt", sagt Haag, der vier Abgänge verkraften muss. Darunter Stürmer Thomas Geibig (SV Friedrichweiler). Der 28-Jährige war in der vergangenen Saison mit 24 Treffern der beste Karlsbrunner Torschütze.

Knüppelhartes Auftaktprogramm

Der Verein aus dem Warndt kämpft aber nicht nur mit Personalproblemen, sondern auch mit einem knüppelharten Auftaktprogramm. Am ersten Spieltag empfängt Karlsbrunn Saarlandliga-Absteiger 1. FC Reimsbach. Eine Woche später steht das Auswärtsspiel bei der hoch gehandelten FSG Bous mit Spielertrainer Sammer Mozain auf dem Programm, bevor Meisterschaftsfavorit FSV Hemmersdorf ins Karlsbrunner Wiesental kommt. "Danach wissen wir, wo wir stehen", sagt Haag, der mit dem SV "so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt sammeln" will.

Er warnt: "Es gibt im Gegensatz zur letzten Saison keine leichten Gegner wie Klarenthal mehr." Dennoch versprüht der Spielertrainer Optimismus: "Wir müssen uns durch die ersten Wochen durchbeißen. Die Mannschaft hat mein volles Vertrauen. Spätestens, wenn unser Kader wieder breiter wird, werden die Karten neu gemischt."

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Auf einen Blick: Die Neuzugänge beim SV Karlsbrunn : Sven Thanisch (SV Ludweiler), Manuel Jäschke (SV Hermann-Röchling-Höhe), Robin Linnenberger (FV Püttlingen), Benjamin Niegemann (SV Friedrichweiler), Daniel Tittelbach (1. FC Riegelsberg), Aziz Benachour (SC Halberg Brebach), Joachim Cominu, Toufik Ouhajji (beide US Farébersviller 05). Abgänge: Dominik Hector (SV Geislautern), Thomas Geibig (SV Friedrichweiler), Tim Gorges (SV Geislautern), Julien Schoppen (SC Altenkessel). mire

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