Mehr Freiheit für einen Rollstuhlfahrer

Mehr Freiheit für einen Rollstuhlfahrer

Dorf im Warndt. "Geschafft!", hat Uwe Prior, Vorsitzender des Sozialverbandes VdK in Großrosseln, die Mitteilung überschrieben, die er der SZ-Redaktion jetzt schickte. Was geschafft ist? Ein langwieriger Umbau in der Barbara-Siedlung in Dorf im Warndt hat in diesen Tagen ein glückliches Ende gefunden

Dorf im Warndt. "Geschafft!", hat Uwe Prior, Vorsitzender des Sozialverbandes VdK in Großrosseln, die Mitteilung überschrieben, die er der SZ-Redaktion jetzt schickte. Was geschafft ist? Ein langwieriger Umbau in der Barbara-Siedlung in Dorf im Warndt hat in diesen Tagen ein glückliches Ende gefunden. Der Hublift ist fertig, mit dem der Rollstuhlfahrer Sandro Mang, der in der Siedlung wohnt, nun von seinem Wohnzimmer aus über den Balkon nach draußen gelangen kann. Für Mang heißt das, dass er wieder am öffentlichen Leben teilnehmen kann. Auch für Mangs Frau Violetta und die beiden Kinder des Paares bedeutet der Lift eine enorme Entlastung. Denn es ist keine Kleinigkeit, einem gelähmten Mann, der nicht gerade ein Leichtgewicht ist, über Stufen nach draußen zu helfen. Den Lift-Einbau, berichtet Prior, hätten Bauarbeiten an der Straße zunächst verzögert. Doch jetzt: "Geschafft!"Dem aktuellen Erfolg war vor Jahresfrist ein weiterer vorausgegangen. Da nämlich war in der Wohnung der Mangs der Innen-Umbau fertig geworden - ein behindertengerechtes Badezimmer inklusive (wir haben berichtet). Fünf lange Jahre musste Sandro Mang, nach einen Schlaganfall auf den Rollstuhl angewiesen, darauf warten. Denn die Mühlen der diversen Behörden, bei denen Finanzierungshilfe zu bekommen ist für solch ein Projekt, mahlten äußerst langsam. Erst als VdK-Vorsitzender Prior die Akteure an einen Tisch brachte, kamen die Dinge in Bewegung. Die Eigentümerin der einstigen Bergarbeitersiedlung, die StWB Wohnen GmbH - Tochtergesellschaft der Stiftung für Wohnungsbau der Bergarbeiter -, war mit von der Partie; StWB-Wohnungsverwalter Keno Zimmer hat sich fürs Umbauen stark gemacht. Übrigens in der Siedlung insgesamt: Erdgeschosswohnungen dort erhalten Rollstuhl-Rampen, Bordsteinkanten werden abgesenkt. dd

Hintergrund268 Wohneinheiten umfasst die Barbara-Siedlung in Dorf im Warndt, die 1963 als Werkssiedlung für das damals neue Bergwerk Warndt errichtet wurde. Die Siedlung gehört heute der Stiftung für Wohnungsbau der Bergarbeiter (StWB). Diese lässt derzeit in größerem Stil sanieren. Kanäle und Straßen werden komplett erneuert, was noch bis ins Jahr 2010 hinein dauern wird. Außerdem wurden Erdgeschosswohnungen barrierefrei an die Straße angebunden. dd

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