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Marcel Adam singt auf den Spuren von Nena

Großrosseln. Viel Neues brachte Liedermacher Marcel Adam nicht mit zu seinem Konzert in Großrosseln. Doch seine Fangemeinde scheint das auch gar nicht zu erwarten. Sie wärmt sich an den bekannten Evergreens und seiner gefühlvollen Stimme. tan

Auf Einladung der Gemeinde macht Marcel Adam am Freitagabend in Großrosseln Station. Diesmal ist der bekannte lothringische Chansonnier alleine gekommen. "Sind hier Leute, die noch nie bei mir auf einem Konzert waren?", fragt er zu Beginn seines Solo-Auftritts. Lediglich ein paar Hände gehen in der voll besetzten Rosseltalhalle nach oben. Man kennt und schätzt sich. Und freut sich auf einen entspannten Abend. Mit den Fans plaudert der Sänger über Gott und die Welt, über sein soziales Engagement und die Zeiten, in denen es noch kein Internet gab.

Gesungene Geschichten



Die Musik kommt natürlich nicht zu kurz, der Gast aus Grosbliederstroff erzählt Geschichten von der Liebe und dem Leben - und das auf höchstem künstlerischen Niveau.

Mehr als eine Gitarre und einen Hocker braucht er nicht, um sein Publikum zu unterhalten. Die etwa 130 Besucher freuen sich, dass der Barde viele alte Lieder mitgebracht hat. Adam singt mal in Deutsch, mal in Französisch. Häufig auch in Mundart. Und immer mit viel Gefühl. Songs von anderen Liedermachern gehören ebenfalls zu seinem Repertoire, etwa von Hannes Wader oder Charles Aznavour . Oder wie wäre es mit einem Hit von Nena?

Gerne stimmt das Publikum mit ein. "Wunder geschehen, ich hab's gesehen. Es gibt so vieles, was wir nicht verstehen", schallt es durch die Halle. Das traditionelle Schlusslied darf natürlich nicht fehlen. "Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag", singt Adam. Und verabschiedet sich: "Merci beaucoup, ihr Lieben, bleibt gesund!". Das Publikum bedankt sich mit freundlichem Applaus. Au revoir, Marcel, bis zum nächsten Mal.