Leserbrief zum Thema Warndthotel

Vereine als Flüchtlinge im eigenen Dorf

Zum Artikel "Warndthotel wird Flüchtlingsherberge" (SZ vom 8. Oktober)

Seit einiger Zeit war in Karlsbrunn schon bekannt, dass in das besagte Hotel Flüchtlinge einziehen werden. Um gleich irgendwelchen Tendenzen vorzubeugen, möchte ich mitteilen, dass meine Vorfahren selbst als Flüchtlinge (Hugenotten) in den Warndt eingewandert sind. Man hat sich auch schon innerhalb der Vereine um eventuelle Begrüßung und weitere Hilfen Gedanken gemacht.

Nun lese ich in der Saarbrücker Zeitung, dass der Bürgermeister es für "denkbar und sinnvoll" erachte, den hinteren Speiseraum des Hotels für den Ort zur Verfügung zu stellen.

Hierzu Folgendes: Die Karlsbrunner Vereine sind Flüchtlinge im eigenen Dorf. Schule verkauft, Feuerwehrhaus verkauft, Turnhalle dichtgemacht.

Ob es da "denkbar und sinnvoll" ist, wenn die Flüchtlinge das Hotel bewohnen und die Karlsbrunner Vereine das Hinterzimmer benutzen dürfen?

Meine Meinung dazu ist, was den Flüchtlingen gegönnt wird, kann den Karlsbrunner Bürgern nur recht sein. Hier müssten sich der Bürgermeister und auch das Land schon etwas mehr einfallen lassen.

Albrecht Wagner, Karlsbrunn