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Kläger spricht von „Einigung“ – Bürgermeister wartet Vorschlag ab

Naßweiler. Bernhard Geber

Im Streit um eine Grenzbebauung im Naßweiler Gewerbegebiet am Hirschelheck will Großrosselns Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD ) abwarten, was die Gegenseite konkret vorhat. "Er muss auf die Gemeinde zukommen und einen Vorschlag machen", sagte Dreistadt zu der Ankündigung, der Grundstückseigentümer und Kläger strebe eine Einigung an.

Wie bereits berichtet, wurde ein für Mittwoch angesetzter Verhandlungstermin vor dem Verwaltungsgericht des Saarlandes aufgehoben. Die Pressestelle des Gerichtes teilte dazu mit, es gebe außergerichtliche Vergleichsverhandlungen. Der Kläger wolle sich nämlich mit der Gemeinde Großrosseln einigen. Diese hatte Nein zu dem Ansinnen gesagt, einer Grenzbebauung nachträglich zuzustimmen.

Der besagte Grenzbau ist ein Seitengebäude des Rotlichtbetriebes "Demi Monde". Der Kläger wollte dort einen Imbiss und eine Gaststätte einrichten. Die Gemeinde wollte bereits bei der Eröffnung des Rotlichtbetriebes einschreiten. Bürgermeister Dreistadt blitzte aber beim Saar-Innenministerium ab: Prostitution sei mittlerweile legalisiert. Und laut Unterer Bauaufsichtsbehörde beim Regionalverband ist ein Bordellbetrieb in einem Gewerbegebiet zulässig.