Karlsbrunner Ortsrat fordert Mietzuschuss für zwei Vereine

Karlsbrunner Ortsrat fordert Mietzuschuss für zwei Vereine

Die Turnhalle ist geschlossen. Die Aktiven Senioren und der Gemischte Chor Karlsbrunn stecken nach dem Umzug ins evangelische Gemeindezentrum in finanziellen Schwierigkeiten. Nun soll die Gemeinde helfen.

Mit den Folgen der Turnhallenschließung beschäftigte sich der Ortsrat Karlsbrunn am Donnerstagabend. Die Aktiven Senioren Karlsbrunn und der Gemischte Chor Karlsbrunn sind nach dem Umzug ins evangelische Gemeindezentrum in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Der Grund: Die Miete, die sie in ihrem neuen Domizil zahlen müssen, ist den Angaben nach wesentlich höher als die Miete, die für die Nutzung der Turnhalle zu berappen war.

Auf Grund der großen finanziellen Belastung, erläuterte Ortsvorsteherin Petra Fretter (CDU ), sei der Weiterbestand beider Vereine gefährdet. Deshalb fordern die Fraktionen einen Mietzuschuss der Verwaltung. Ein entsprechender Antrag der CDU-Fraktion wurde einstimmig befürwortet. Nun soll sich der Gemeinderat mit dem Thema beschäftigen.

Der Ortsrat unterstützt auch die Ziele der Interessengemeinschaft (IG) Warndt- und Rosseltalbahn. Der Verein setzt sich für einen grenzüberschreitenden Schienenpersonennahverkehr in Form eines Ringverkehrs ein. In einer Briefaktion hatte die IG ihre Konzepte vielen politischen Entscheidungsträgern in der Region vorgestellt.

Einstimmig grünes Licht gab es von den Fraktionen für die neue Friedhofssatzung der Gemeinde. Mit ihr reagiert die Verwaltung auf gesellschaftliche Veränderungen: Die Bereitschaft zur Grabpflege nimmt ab, die Nachfrage nach neuen Bestattungsformen steigt. Die Ruhezeit für Leichen und Aschen, so der Satzungsentwurf, sinkt von 25 auf 20 Jahre. Die neue Regelung, betonte Bürgermeister Jörg Dreistadt (SPD ), gelte nicht für bereits bestehende Grabstätten.

Im Gemeindebezirk Großrosseln sind Rosenbeetgrabstätten für Urnen geplant. Sollte diese Bestattungsform auch von den Karlsbrunner Bürgern gewünscht werden, will der Ortsrat dies durch eine Satzungsänderung auch auf dem Karlsbrunner Friedhof ermöglichen.