Streit in Karlsbrunn: Karlsbrunner Debatten um Weiher und Imbiss

Streit in Karlsbrunn : Karlsbrunner Debatten um Weiher und Imbiss

Am Tannenhof gibt es seit Mai einen Imbiss mit Getränkeverkauf. Betreiber ist Andreas Steinhauer, zuvor Pächter des Kiosks am Karlsbrunner Wildpark – bis dessen Besitzer, der Verein zur Förderung der Naherholung (VFN), den Pachtvertrag kündigte (wir haben berichtet).

Der VFN installierte neue Pächter. Steinhauer startete an der Villa neu. Eine Konstellation, die nicht allen im Ort gefällt.

Zumal die Tannenhof-Besitzer noch mehr vorhaben. Mit Blick auf den offenen Park mit Biergarten, den sie auf dem Außengelände einrichten möchten, bemühten sie sich, den Villa-Weiher von Saarforst zu pachten. Zuerst, berichtet Michael Reimsbach, habe man eine mündliche Zusage erhalten, dann aber einen Korb – weil der VFN als Mitbewerber auf den Plan getreten sei. Damian Müller, Sprecher des Umweltministeriums, bestätigt, dass Saarforst für den Verein entschieden habe, einfach weil man den als Partner schon lange kenne. Reimsbach, zunächst stocksauer, ist inzwischen zum Pragmatismus zurückgekehrt: Dann baue man im Tannenhof-Park halt nur Wege bis zum Ufer und keinen Steg zur anderen Weiher-Seite. So oder so sollen Park und Weiher­ufer für die Allgemeinheit offen sein, ohne Sperren, ohne Zäune.

Bis zur friedlichen Einkehr am Tannenhof ist aber noch Streit beizulegen. VFN-Gründungsmitglied Albrecht Wagner hat öffentlich, in einem Flugblatt, Vorwürfe gegen die Tannenhof-Leute erhoben, die Reimsbach nicht stehen lassen will. Er wehrt sich juristisch.

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