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Fördermittel stehen bereit
„Karlsbrunn ist ein wunderschöner Ort“

Der Karlsbrunner Ortseingang aus Richtung Ludweiler soll verschönert werden. Hier könnte auch das Warndt-Logo aufgestellt werden.
Der Karlsbrunner Ortseingang aus Richtung Ludweiler soll verschönert werden. Hier könnte auch das Warndt-Logo aufgestellt werden. FOTO: Thomas Annen
Karlsbrunn. Bürgerwerkstatt will sich dennoch an Verbesserungen machen. Das Wiesental und die Ortseingänge stehen im Blickfeld. Von Thomas Annen

„Karlsbrunn ist ein wunderschöner Ort“, schwärmte Gerhard Fischer von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Warndt-Saargau am Donnerstagabend während einer Bürgerversammlung. Gemeinsam mit LAG-Regionalmanagerin Anke Klein-Brauer präsentierte der Projektleiter im Sportheim Wiesental Ideen, wie das Dorf mit Hilfe von Leader-Fördermitteln der EU noch attraktiver gestaltet werden könnte.


Am Ortseingang aus Richtung Ludweiler soll das neue Warndt-Logo am linken Straßenrand aufgestellt werden. Auf der anderen Seite des Fahrbahnteilers könnte sich Fischer eine Blumenschale, einen Baum oder ein Holzwappen vorstellen. Und die Mittelinsel soll begrünt werden.

Mehr Grün wünscht sich der Experte auch auf dem kahlen Friedhofparkplatz. Dazu soll ein Teil der Fläche entsiegelt und mit Bäumen bepflanzt werden. Am Ortseingang aus St. Nikolaus könnte neben dem Warndt-Logo auch eine Wildschwein-Figur grüßen.

Das Wiesental steht ebenfalls im Fokus der Überlegungen: Eine kleine Brücke soll den Brunnen- mit dem Spielplatzbereich verbinden. Bisher führt lediglich ein Holzsteg über den St. Nikolausbach. Von der neuen Brücke sollen dann auch Wege zum Brunnen und der benachbarten Sitzgruppe angelegt werden. Die Bänke dort könnte man ersetzen. Sie sind zu niedrig, haben keine Rückenlehne. Und wie wäre es zusätzlich mit einem Tisch?

Gerhard Fischer regte an, in Karlsbrunn weitere Wildschweinfiguren aufstellen. Das Symboltier des Ortes im Warndt könnte beispielsweise neben dem ehemaligen Warndthotel Waibel am Aufgang zur Kirche platziert werden.



Die rund 15 Besucher machten weitere Vorschläge, sie wünschen sich im Wiesental größere Abfalleimer. Bei Hochbetrieb im Sommer quellen rund um Wildpark und Spielgelände nämlich die aktuellen Exemplare schnell über.

Bei der Abfrage der Prioritäten unter den Versammlungsteilnehmern zeigte sich, dass der Festplatz mit dem Wiesental den Bewohnern besonders am Herzen liegt. Die Ortseingänge erhielten bei der Abstimmung die zweitmeisten Punkte.

Eine Bürgerwerkstatt soll nun mit der Umsetzung beginnen, am Ende der Sitzung trugen sich die ersten Bewohner in eine entsprechende Liste ein. Weitere Mitstreiter sind jederzeit willkommen. Dabei können die Bürger auf die Unterstützung des Bauhofes setzen, die Gemeinde ist Projektträgerin. Über sie sind die ehrenamtlichen Arbeiter auch versichert.

„Ortsgestaltung durch Bürgerwerkstätten“, heißt das Leader-Projekt, bei dem die Warndt-Bewohner mitentscheiden und mit anpacken sollen. Insgesamt 25 000 Euro jährlich stehen für die sechs Großrosseler Ortsteile zur Verfügung. Die Gemeinde muss vorfinanzieren, 75 Prozent des Geldes erhält sie als Zuschuss zurück.

Mit Informationsveranstaltungen in allen Gemeindebezirken hat nun die konkrete Umsetzung begonnen. Die nächste Bürgerversammlung findet am 15. März in Dorf im Warndt statt. Sie beginnt um 18 Uhr im dortigen Awo-Heim.

Der Steg über den St.-Nikolaus-Bach könnte durch eine kleine Brücke ersetzt werden.
Der Steg über den St.-Nikolaus-Bach könnte durch eine kleine Brücke ersetzt werden. FOTO: Thomas Annen
Die niedrigen Sitzbänke im Bereich des Brunnens könnten durch neue Exemplare mit Rückenlehne ersetzt werden.
Die niedrigen Sitzbänke im Bereich des Brunnens könnten durch neue Exemplare mit Rückenlehne ersetzt werden. FOTO: Thomas Annen
Prunkstück des Ortes ist das historische Jagdschloss. Ein Zweckverband kümmert sich bereits um die Sanierung.
Prunkstück des Ortes ist das historische Jagdschloss. Ein Zweckverband kümmert sich bereits um die Sanierung. FOTO: BeckerBredel / bub/wib