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Jagdschloss Karlsbrunn wird ab dem Sommer saniert

Platz für Gastronomie, Kultur und sonstige Veranstaltungen : Sanierung soll im Sommer starten

Das Konzept für die künftige Nutzung des Jagdschlosses Karlsbrunn steht. Im Sommer sollen die Handwerker anrücken. In Sachen Alte Grube Velsen steckt man noch in der Planung.

Nach einigen Verzögerungen rücken die Sanierung und der Umbau des Jagdschlosses Karlsbrunn näher. Eigentümer des denkmalgeschützten Gebäudes ist der Zweckverband Regionalentwicklung Warndt. Er geht davon aus, dass die ersten Handwerker im Sommer anrücken. Läuft anschließend alles nach Plan, könnte die Baumaßnahme im Herbst 2020 abgeschlossen sein.

Die Förderanträge sind gestellt, der Zweckverband rechnet mit Zuschüssen von insgesamt etwa 1,7 Millionen Euro von Bund und Land. Allerdings ist der Bauantrag noch nicht genehmigt. Erst wenn beim Brandschutz an einigen Stellen nachgebessert ist, wird die Bauaufsichtsbehörde grünes Licht geben. Das erläuterte Zweckverbands-Geschäftsführer Daniel Albert in der Verbandsversammlung.

Das Konzept für die zukünftige Nutzung steht: Die Gastronomie im Haupthaus wird ausgeweitet, im Nordflügel ist ein Raum für Kultur geplant, der Südflügel soll als Veranstaltungsraum genutzt werden.

Neben dem Jagdschloss liegt dem Zweckverband die Alte Grube Velsen am Herzen. Eigentümer ist die RAG Montan Immobilien. Vor einem Engagement des Zweckverbandes müssen die finanziellen Fragen geklärt werden. Großrosselns Bürgermeister und Verbandsvorsteher Jörg Dreistadt (SPD) machte deutlich: In den Haushalten der Zweckverbands-Mitglieder – also des Regionalverbandes, der Stadt Völklingen und der Gemeinde Großrosseln – können für Velsen keine großen Beträge reserviert werden. Auch bei diesem Projekt ist man auf Fördermittel angewiesen.

Das Geld fließt aber nur, wenn potenziellen Zuschussgebern ein Strategie- und Nutzungskonzept vorgelegt werden kann. Das Saarbrücker Planungsbüro agl führt deshalb die bisherigen Velsen-Konzepte und -Studien in einem Papier zusammen. Geschlossen stimmte die Verbandsversammlung der Auftragsvergabe zu. Die Kosten von 12 149 Euro wird voraussichtlich das saarländische Bildungsministerium in voller Höhe übernehmen. Ein Zuschussbescheid über 10 000 Euro liegt bereits vor.